EU hebt Konjunkturprognose an: Europa entwächst der Wirtschaftskrise langsam

Europäische Fahne

Trotz weiter "hoher Unsicherheit" bei der internationalen Wirtschaftsentwicklung hat die EU-Kommission ihre Vorhersage für das Wachstum in der Eurozone in diesem Jahr leicht angehoben. Sie erhöhte heute ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2017 von 1,6 auf 1,7 Prozent. Diese geht von 1,5 Prozent für 2017 und 1,6 Prozent für 2018 aus. In der Winterprognose waren es für beide Jahre nur je 1,6 Prozent gewesen. Geringere Wachstumsraten als Österreich für 2017 weisen neben Italien noch Finnland (1,3 Prozent), Frankreich (1,4 Prozent), Belgien (1,5 Prozent) und Deutschland (1,6 Prozent) auf. Auch die Arbeitslosigkeit für Österreich wird demnach niedriger ausfallen.

Im laufenden Jahr wird die Arbeitslosenrate von 6,1 auf 5,9 Prozent gesenkt, für 2018 wird eine Reduktion von 6,2 Prozent aus der Winterprognose auf nunmehr ebenfalls 5,9 Prozent vorausgesagt, heißt es aus den Zahlen der EU-Kommission vom Donnerstag. "Das Wachstum gewinnt an Fahrt", sagte Kommissions-Vize Valdis Dombrovskis.

Trotz der erfreulichen Voraussage nimmt Österreich aber nur den 22. Platz in der EU ein. Es blieben aber Risiken wie die amerikanische Wirtschafts- und Handelspolitik oder die Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien.

Für die gesamte Euro-Zone sagt die EU-Kommission stärkere Exporte als im vergangenen Jahr voraus. Auch der private Konsum dürfte ungeachtet der höheren Inflation zunehmen, wenn auch nicht mehr so stark wie zuvor.

Für Deutschland erwartet die EU-Kommission dieses Jahr 1,6 Prozent und nächstes Jahr 1,9 Prozent Wirtschaftswachstum und sieht die Lage damit rosiger als die Bundesregierung.

Der Aufschwung soll die Arbeitslosigkeit drücken. Dieses und nächstes Jahr werde der Trend konstant bleiben.

Auch die Staatsfinanzen dürften sich der Frühjahrsprognose zufolge verbessern. 2016 waren es noch 1,5 Prozent. Der Schuldenstand in der Euro-Zone soll bis zum kommenden Jahr auf 89 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sinken, nachdem es 2016 noch 91,3 Prozent waren.

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