Hannelore Kraft hat keine Lust auf Koalition mit den Linken

Machtperspektive Rot-Rot-Grün? SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will sich nicht festlegen

Die Linke erhebe unrealistische und unbezahlbare Forderungen und erkenne die verfassungsmäßige Schuldenbremse nicht an.

In Nordrhein-Westfalen wird am Sonntag gewählt.

Hannelore Kraft geht deshalb in die Schlussoffensive: Die amtierende Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin schließt eine Regierungskoalition mit den Linken aus. Damit sei keine seriöse Politik zu machen, so Kraft. "Und mit mir als Ministerpräsidentin, sage ich klar, wird es keine Regierung mit Beteiligung der Linken geben". Umfragen lassen erwarten, dass die rot-grüne Koalition ihre Mehrheit verliert.

Nachdem die Grünen eine Jamaika-Koalition und die FDP eine Ampel per Parteitagsbeschluss ausgeschlossen haben, niemand mit der AfD zusammenarbeiten will und alle Umfragen eine Aufteilung der Sitze auf ein Sechs-Parteien-Parlament prognostizieren, erscheint derzeit die große Koalition als einzig realistische Option.

Die Grünen kommen demnach auf sieben Prozent, die FDP auf 13 Prozent und die AfD auf sieben Prozent. Im aktuellen NRW-Trend erreicht die SPD 33 Prozent, die CDU kommt auf 30 Prozent.

Unterdessen liegt die SPD wenige Tage vor der Landtagswahl einer neuen Umfrage zufolge drei Prozentpunkte vor der CDU.

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