Pence: Comeys Entlassung hat nichts mit Russland-Ermittlung zu tun

Pence: Comeys Entlassung hat nichts mit Russland-Ermittlung zu tun

"Ich habe vollstes Vertrauen in Barrons Fähigkeiten", erklärte Trump bei der offiziellen Vorstellung des neuen FBI-Direktors in Washington. "Ich kann nicht eine Sekunde lang erwägen, welche politische Zukunft in welcher Weise beeinflusst wird". Das Wort "Amtsenthebung" macht die Runde. Der FBI-Direktor? In laufenden Ermittlungen?

Das Weiße Haus begründete die Entscheidung mit Comeys Verhalten in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton. Die hatte einen privaten E-Mail-Account für dienstliche Mitteilungen genutzt.

► Zunächst behauptete er nur, Comey habe sowohl bei Republikanern als auch bei Demokraten das Vertrauen verloren. Er hatte weiter ausgesagt, dass Hillary Clintons Topberaterin Tausende Mails an den Laptop ihres Mannes weitergeleitet habe.

Warum wird Trump für die Entlassung kritisiert?

Die schon länger andauernden Russland-Ermittlungen hatte Trump in der Vergangenheit als Scharade und Schwindel auf Kosten der Steuerzahler kritisiert.

Ist seinen Job los: FBI-Chef James ComeyFoto: dpa/AP/J. In den USA laufen mehrere Ermittlungen wegen einer möglichen Einflussnahme Russlands auf die Wahl. Das kam aus Sicht des Clinton-Lagers zu spät. Trump selbst verrät sich in seinem bizarren Entlassungsbrief: Comey habe ihn dreimal informiert, dass nicht gegen ihn ermittelt werde.

Die Russland-Ermittlungen gegen das Trump-Team sind seit Monaten ein schwerer Schatten über der Präsidentschaft des Republikaners.

"Lasst uns jetzt nach vorne schauen", sagte Sanders. Es scheint als könne Donald Trump machen was er wolle. Trumps Begründung glaubte und glaubt kaum jemand.

Fotos zeigen, dass beim Treffen der russischen Delegation mit Trump auch der russische Botschafter Sergej Kisljak anwesend war. Kurzfristig sagte er seine übrigen Termine in Kalifornien ab und brach nach Washington auf.

In einem zweiten Kommentar wird ein Journalist der "New York Times" noch deutlicher.

Schon werden wenig schmeichelhafte Vergleiche zwischen ihm und dem Skandal-Präsident Richard Nixon gezogen. Dieser denkwürdige Abend ging als "Saturday Night Massacre" in die Geschichte ein; danach war der Kongress so alarmiert, dass er das Impeachment-Verfahren gegen Nixon in Gang setzte und der in der Folge schließlich zurücktrat. Damals feuerte der wegen der Watergate-Affäre in Bedrängnis geratene Nixon kurzerhand den Watergate-Sonderermittler Archibald Cox. Richardson widersetzte sich und trat zurück. Am Ende der Affäre stand der Rücktritt Nixons.

Eric Rosswood sieht es ähnlich wie Zamperoni.

Am Mittwoch verteidigte Trump den Rauswurf. Comeys Nachfolger bedarf der Zustimmung des Senats. Zudem hängen eventuelle Ermittlungen gegen Trump in dieser Angelegenheit nicht von der Person James Comeys ab. Dann war Sicherheitsberater Michael Flynn an der Reihe, der über die Russland-Affäre stolperte. Er kündigte gleichzeitig einen Gesetzentwurf für die Einsetzung eines "unabhängigen Untersuchungsausschusses zu Russland" an.

Die Suche nach einem neuen Leiter der Bundespolizei dürfte in dieser vergifteten Atmosphäre schwierig sein. Auch wenn der Präsident das Recht zur Entlassung des FBI-Chefs habe, sei er von Trumps Schritt "enttäuscht", zitierte ihn der Sender CNN. Als FBI-Direktor genannt werden illustre Namen aus dem weitgesäumten Gefolge Donald Trumps: New Jerseys Gouverneur Chris Christie, und Rudy Giuliani, Ex-Bürgermeister New Yorks.

Der Mann, der an Trumps Wahlsieg indirekt nicht ganz unschuldig ist, könnte nun zu einer Ikone des Anti-Trump-Widerstandes werden. Das FBI, das zugleich auch Inlandsgeheimdienst ist, sowie andere Geheimdienste sind zu dem Schluss gekommen, dass russische Hacker im Auftrag des Kremls versuchten, den Wahlkampf zugunsten von Trump zu beeinflussen.

Wie reagiert Russland auf die jüngsten Vorgänge in den USA?

Bei einer Veranstaltung in Los Angeles, auf der sich Comey am Mittwoch befand, wurde live im Fernsehen berichtet, dass er entlassen wurde. Er sagte: „Es war eine harte Entscheidung, aber ich glaube im Rückblick, dass es die richtige Entscheidung war.“. Diese hatte Comey geleitet.

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