Stellenabbau: Siemens streicht 1700 Jobs in Deutschland

Siemens will in den nächsten Jahren deutschlandweit rund 2700 Jobs streichen ver oder auslagern

Der Elektrokonzern plant im Zuge seiner Neuausrichtung weitere Einschnitte. In Deutschland sollen 1700 Jobs wegfallen.

Siemens will in den kommenden Jahren in Deutschland 1.700 Arbeitsplätze streichen, weitere 1.000 Arbeitsplätze sollen ver- oder ausgelagert werden. Auf dem Ausstellungsgelände, wo im Jahr 2020 die letzte Expo stattfinden wird, soll die Entwicklung von Digitalisierungssoftware für Häfen und Flughäfen sowie Montage, Fertigung und Vertrieb von Anlagen gebündelt werden. Jung: "Ich bin trotz allem zuversichtlich, dass ein Konzern wie Siemens Geschäftsfelder findet, um auch den Standort Fürth wieder auszubauen". Hier sollen in den nächsten drei Jahren rund 1350 Stellen gestrichen werden, 700 davon gehen an externe Anbieter.

Das Unternehmen hofft bei den geplanten Maßnahmen, möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen. Dazu sollten bald Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. Weitere rund 1.000 Arbeitsplätze sollen zu externen Dienstleistern wandern oder innerhalb des Konzerns verlagert werden. Daher ist geplant, die Zahl der Ausbildungsstandorte bis 2021 sukzessive anzupassen, sie sind bisher auf 33 Standorte verteilt. Mehrere Standorte in Bayern sind davon betroffen. In der zur digitalen Fabrik gehörenden Sparte in Fürth sind rund 450 Jobs betroffen und in der Zugsparte in Krefeld weitere rund 300.

Laut dpa-Meldung reagiert das Unternehmen mit den Maßnahmen, die sowohl Stellenabbau als auch die Ver- und Auslagerung von Jobs umfassen, auf Probleme in einzelnen Geschäftsbereichen wie der Zugsparte.

Heute gab das Unternehmen ein ganzes Bündel von Maßnahmen bekannt, mit dem sich Siemens in den kommenden Jahren weiter für den digitalen Wandel rüsten, aber auch Problemgeschäftsfelder in den Griff bekommen will.

Zuletzt hatte der Konzern, der weltweit 351.000 und in Deutschland rund 113.000 Mitarbeiter beschäftigt, 1700 Stellen in der Sparte Automatisierungs- und Antriebstechnik gestrichen.

Siemens hatte erst in der vergangenen Woche gute Quartalszahlen vorgelegt, die besser ausgefallen waren, als auch von vielen Analysten erwartet.

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