Amtierender FBI-Chef: Russland-Ermittlungen gehen unverändert weiter

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US-Präsident Donald Trump hatte die Entlassung von FBI-Chef James Comey nach eigenen Worten schon seit längerem geplant.

In dem Interview sagte Trump auch, Comey von sich aus danach gefragt zu haben, ob gegen ihn ermittelt werde - damit setzte er sich potenziell dem Vorwurf aus, sich in laufende Ermittlungen eingemischt zu haben.

Trump und sein Umfeld sagen dagegen, der Präsident habe das Vertrauen in Comey verloren. Die Opposition mutmaßt, dass der völlig überraschende Rauswurf Comeys das Ziel hatte, die Ermittlungen auszubremsen. Comeys Entlassung hat laut McCabe keinen Einfluss auf diese Untersuchung. Das wurde mit als Begründung für die Entlassung Comeys durch Präsident Donald Trump genannt. Es wird vermutet, dass Russland versucht hat, die Präsidentschaftswahl im Internet zu beeinflussen.

Ein Grund: Die völlig widersprüchliche Kommunikation des Weißen Haus, was die angeblichen Gründe für Comeys Entlassung anbelangt. Ob das stimmt, steht aber nicht fest. Sein vorübergehender Nachfolger Andrew McCabe hat der Darstellung des Weißen Hauses während einer Anhörung im Senat in mehreren zentralen Punkten widersprochen.

Zwar machen die Abgeordneten der Demokratischen Partei Comey für Clintons Wahlniederlage im November mitverantwortlich - dass sein Verhalten nun aber als Grund für seine Entlassung angegeben wird, halten sie für vorgeschoben. Nach den Geheimdiensten hat Trump sich mit dem Rauswurf des beliebten Direktors viele aufrechte Beamte beim FBI zu Feinden gemacht.

Anders als die Regierung misst McCabe den Ermittlungen der Bundespolizei über eine mögliche russische Einflussnahme auf den US-Wahlkampf nicht nur eine geringe Priorität bei. Comey habe nach wie vor "große Unterstützung" in der Behörde, sagte die bisherige Nr.

Das Weiße Haus veröffentlichte auch ein Memorandum des stellvertretenden Justizministers Rod Rosenstein, in dem Comey hart für seinen Umgang mit der E-Mail-Affäre der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton kritisiert wird. Das Weiße Haus hatte sich bereits gegen einen Sonderermittler ausgesprochen.

McCabe bestätigte Trumps Darstellung am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des Senats nicht.

Inhalt seiner Untersuchung: Comey leitete als Chef des FBI die Untersuchung von allfälligen Kontakten zwischen Trumps Wahlkampfteam und dem Kreml. Am Mittwoch sagte seine Sprecherin Sanders, sie gehe nicht davon aus, dass der Austausch zwischen Trump und Comey unangemessen gewesen sei.

Nach Informationen der "New York Times" bat Comey wenige Tage vor seiner Entlassung in einem Treffen mit Vize-Justizminister Rosenstein um deutlich mehr Geld und Personal für die Russland-Ermittlungen.

Stand der Ermittlungen:Yates sagte letzte Woche in einer Anhörung eines Senatsausschusses in Washington, sie habe Trumps Berater Don McGahn am 26. Januar über Kontakte Flynns zum russischen Botschafter Sergej Kisljak informiert.

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