Anti-IS-Koalition: Bundeskanzlerin Angela Merkel deutet Offenheit für Nato-Beteiligung an

Einsatz am Hindukusch- Nato-Militärs fordern mehr Truppen für Afghanistan

Sie begrüßte, dass Stoltenberg hierbei nicht nur den entsprechenden Etat betrachte, sondern etwa auch die Beteiligung an Nato-Missionen.

Merkel erklärte, die Bitte um zusätzliche Soldaten könne sich nicht vordringlich an Deutschland richten. Stoltenberg sagte in Berlin, jetzt schon seien ja alle Nato-Mitgliedstaaten zugleich auch Mitglieder der Anti-IS-Koalition. Zu einer möglichen Erhöhung der Truppenzahlen in Afghanistan sagte Merkel, sie sehe Deutschland "nicht an erster Stelle" beim Ausbau der Kapazitäten. "Deutschland hat unverzichtbare Beiträge geleistet", sagte Stoltenberg am Donnerstag nach einem Treffen mit Merkel im Bundeskanzleramt in Berlin. Angesichts dessen "sehe ich für den 25. Mai keine weiteren Notwendigkeiten von Festlegungen", fügte die Kanzlerin mit Blick auf das Nato-Treffen der Staats- und Regierungschefs Ende Mai in Brüssel hinzu. Deutschland ist mit 980 Soldaten beteiligt.

Auf dem Gipfeltreffen am 25. Mai in Brüssel werde sich das Bündnis erneut dazu bekennen, sagte sie nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Merkels Worte sind ein klares Signal an die Nato, vor allem aber an die USA. Derzeit sind rund 13.000 NATO-Soldaten in dem Land stationiert, neben 8.400 US-Soldaten sind auch rund 950 Soldaten aus Deutschland. "Die Nato wird weiterhin Unterstützung gewähren", sagte Stoltenberg.

Auch "wenn sich die Nato der Koalition anschließen sollte, würde sich die Rolle der Nato infolgedessen nicht ändern", betonte auch der Nato-Generalsekretär. Sie freue sich, dass die Nato bei der Bewertung des Engagements einzelner Staaten auch die Fähigkeiten und Hilfen bei Auslandseinsätzen berücksichtige. "Wir werden uns nicht an Kampfhandlungen beteiligen". Am Beispiel Afghanistan und Irak zeige sich, dass "langfristig gesehen, die einzige lebensfähige und nachhaltige Lösung darin besteht, dass man die Regierung und die Kräfte vor Ort in die Lage versetzt, für die Stabilisierung ihres Landes zu sorgen".

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