Bayern-Präsident Uli Hoeneß: "Mein Freispruch wäre völlig normal gewesen!"

Robert Kovac bei einem Heimspiel der Frankfurter Eintracht

Hoeness wird mit dem Satz zitiert: "Freispruch wäre völlig normal gewesen".

"Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro". Ich habe über 40 Millionen Strafe gezahlt. Er verbrachte letztlich 21 Monate in Haft und wurde nach seiner vorzeitigen Entlassung im November 2016 erneut zum Präsidenten des FC Bayern gewählt. Das Gerichtsurteil wurmt ihn offenbar noch: "Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war". Der "Blick" veröffentlichte Aussagen von Hoeness. Man sei ziemlich beschimpft worden, als man sich gegen die Börsennotierung entschloss, erinnerte sich Hoeneß. "Das wollte ich meiner Familie nicht mehr zumuten".

"Ich habe viele Dinge erlebt, über die ich nicht sprechen möchte". Jetzt war ich kürzlich wieder dort, da wollten 500 Leute ein Selfie mit mir machen.

"Ich bin wie immer auf die Menschen zugegangen, habe mich der Situation angepasst", erzählte der 65-Jährige auf der Gala. Mittlerweile wird Hoeneß aber wieder von seinen Fans bewundert und das scheint ihn zu bestärken: "Da wusste ich, es war total richtig, das Urteil anzunehmen". Das größte Kompliment gab's für mich am letzten Tag von der Direktorin des Gefängnisses, die als sehr hart gilt.

"Die Medien machen ein Theater, wie wenn wir ein Altersheim beim FC Bayern hätten. Jedes Mal, wenn der Ribéry nach 70 Minuten raus muss, ruft er mich am Abend an und sagt: 'Jetzt habe ich genug, ich gehe!' Wir haben eine Mannschaft, die ein bisschen in die Jahre gekommen ist, aber für mich gibt's keine alten oder jungen Mannschaften, sondern nur gute und schlechte". "Das Problem für die Jungen ist ja, dass sie im Moment keine Chance bekommen".

Und doch hat Hoeneß in diesem Punkt Recht: Juventus setzte in der laufenden Champions-League-Saison durchschnittlich von allen 32 Teilnehmern die ältesten Spieler ein (29,75), "und die werden wahrscheinlich, so wie ich das sehe, Champions-League-Sieger dieses Jahr, die werden Real schlagen", prophezeit Hoeneß.

Hoeneß sagt zudem, dass es der Faktor Erfahrung sei, der dem derzeitigen Bundesliga-Zweiten RB Leipzig fehle, um dauerhaft ein ernsthafter Konkurrent der Münchner zu sein. "Irgendwann wird ein chinesischer Spieler bei uns auflaufen", meint er.

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