Bericht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Chef Müller

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Er werde der Marktmanipulation im VW-Abgasskandal verdächtigt, schreibt die "Wirtschaftswoche". Es geht um den Vorwurf der Marktmanipulation.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen Volkswagen-Chef Matthias Müller, VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sowie den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn wegen des Verdachts auf Marktmanipulation.

Europas größter Autobauer ist somit weit davon entfernt, "Dieselgate" hinter sich zu lassen, der Betrug bei Abgaswerten von Millionen Autos zog sich auch wie ein roter Faden durch die VW-Hauptversammlung in Hannover.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist zuständig, weil die VW-Dachgesellschaft Porsche SE dort ihren Sitz hat. Die US-Umweltbehörden hatten den Abgasbetrug nach monatelangen Verhandlungen mit Volkswagen am 18. September 2015 öffentlich gemacht und damals eine mögliche Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar beziffert. Danach brach der Börsenkurs ein. Es geht um die Frage, ob die drei Manager die Öffentlichkeit rechtzeitig über den Manipulationsvorwurf bei VW-Dieselfahrzeugen informiert haben. Dem Gesetz zufolge müssen Nachrichten, die den Börsenkurs beeinflussen, umgehend ("ad hoc") publiziert werden. Neben Müller waren auch die anderen Genannten damals für die Beteiligungsgesellschaft tätig: Winterkorn war PSE-Chef, Pötsch Finanzvorstand. Die Bafin habe die Porsche SE im Oktober 2015 um Auskünfte in der Sache gebeten. Dazu habe man ausführlich Stellung genommen. Ein Porsche-SE-Sprecher erklärte, er habe keine Kenntnis von der Strafanzeige. Seither habe man nichts von der Wertpapieraufsicht gehört.

"Wir sind der Ansicht, dass wir unseren kapitalmarktrechtlichen Informationspflichten in vollem Umfang nachgekommen sind", so der Sprecher der Porsche SE über die Rechtsauffassung der Dachgesellschaft. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte FAZ.NET, dass im Sommer 2016 Anzeige "wegen des Verdachts der informationsgestützten Marktmanipulation in Aktien der Porsche Automobil Holding SE im Zusammenhang mit der Dieselthematik" erstattet wurde. Zu der Frage, ob inzwischen auch ermittelt werde, wollte er sich nicht äußern.

Ermittlungen wegen des gleichen Verdachts laufen derzeit auch bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Gegen Winterkorn und mehrere Dutzend andere Beschuldigte wird zudem wegen Betrugsverdachts in der Diesel-Affäre ermittelt.

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