BT-Beteiligung belastet Deutsche Telekom

Legt die neuen Geschäftszahlenvor:Tim Höttges

Im Vorjahreszeitraum hatte die steigende Bewertung des Pakets noch für einen positiven Effekt von 2,5 Milliarden Euro gesorgt. Insgesamt lag der Konzernumsatz im ersten Quartal bei 18,6 Milliarden Euro, was ein Plus von 5,6 Prozent ist. In Deutschland kletterte der Betriebsgewinn in den ersten drei Monaten um ein Prozent, im Geschäft mit IT-Dienstleistungen und in der Europa-Sparte ging es sogar abwärts.

BT kämpft derzeit mit einem Bilanzskandal in Italien. Der Kursverfall bei den BT-Aktien schlug bei der Telekom mit einer Sonderbelastung von 0,7 Milliarden Euro zu Buche, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Im Auftaktquartal 2016 war der Umsatz noch um knapp 6 Prozent niedriger ausgefallen und hatte bei 17,63 Milliarden Euro gelegen. Der Überschuss brach unter anderem deshalb um drei Viertel auf 747 Millionen Euro ein. Für die Beteiligung an BT entstanden durch Kursverluste Abschreibungen in Höhe von 0,7 Milliarden Euro. Während im Festnetzgeschäft die Zahl der hochwertigen Glasfaser-Anschlüsse weiter steigt, gab es im Mobilfunkgeschäft ein Umsatzminus von 0,8 Prozent. Auf dem US-Markt rechnet Telekom-Chef Tim Höttges nach dem Ende der jüngsten Frequenzauktion nun mit einer heißen Phase von Fusionsgesprächen - auch rund um die eigene Tochter T-Mobile US.

Für dieses Jahr erwartet der Vorstand einen Anstieg des Betriebsgewinns (Ebitda) um vier Prozent auf 22,2 Milliarden Euro nach 21,4 Milliarden Euro im vorigen Jahr. Softbank arbeite an einem solchen Deal mit T-Mobile US, hatten mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters im Februar gesagt. Es sei "wahrscheinlich", dass sich die Unternehmen der Branche über verschiedene strategische Kombinationen unterhalten würden, sagte er bei der Vorlage der Quartalszahlen. Allein im ersten Quartal des laufenden Jahres ist es T-Mobile US gelungen, 1,14 Millionen neue Kunden zu gewinnen und den Kundenbestand so auf knapp 72,6 Millionen zu steigern. Damit sei Entertain die einzige wachsende Plattform für Fernsehangebote auf der Basis des Internets, so die Telekom.

Im Tagesgeschäft lief es dagegen wegen des Booms bei T-Mobile US weiter rund, aber auch in Deutschland ging es beim Umsatz und Ergebnis aufwärts.

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