Deutschland: US-Richter will weiteren "Dieselgate"-Vergleich genehmigen"

Im VW-Abgasskandal hat ein US-Bundesrichter einen Vergleich zwischen dem deutschen Autobauer und Autobesitzern in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar gebilligt

Auch Zulieferer Bosch erhält grünes Licht vom Richter.

Damit erhöht sich die Summe für "Dieselgate"-Vergleiche in Nordamerika auf insgesamt über 24 Milliarden Dollar".

Volkswagen ist einem Ende der Rechtsstreitigkeiten wegen Abgasmanipulationen in den USA einen Schritt nähergekommen.

Bei einer letzten Anhörung vor einem Gericht in San Francisco kündigte der für hunderte Zivilklagen zuständige Richter an, dem Entschädigungspaket für 80.000 Fahrzeughalter zuzustimmen. Er hatte es bereits im Februar vorläufig genehmigt. Bei etwa 480.000 kleineren Wagen hatte VW sich mit US-Klägern bereits im vergangenen Jahr auf einen Milliarden-Kompromiss geeinigt. Der Vergleich umfasst auch einen Kompromiss mit Bosch mit US-Klägern. Die Firma wird beschuldigt, VW die Software für die Manipulation geliefert zu haben. Das Unternehmen akzeptiert eine Zahlung von 327 Millionen Dollar zur Beilegung des Rechtsstreits. Der Konzern hatte im September 2015 zugegeben, in großem Stil bei Abgastests von Dieselwagen getrickst und die Messwerte des Schadstoffs Stickoxid so nach unten manipuliert zu haben. Die Entscheidung sei ein "Meilenstein" für den Konzern. Die betroffenen Kunden sollen über die nötigen Maßnahmen zur Teilnahme am Entschädigungsprogramm informiert werden, sobald die schriftliche Genehmigung vorliegt. Zudem klagen Anleger wegen angeblicher Marktmanipulation.

Im Abgasskandal hat Volkswagen eine juristische Hürde in Amerika genommen. Die Aufgabe wird mit sofortiger Wirkung Stephanie C. Davis übernehmen, die von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG kommt. "Mit ihrer Kenntnis der fahrzeug- und umweltrechtlichen Bestimmungen in den USA und mit ihrer Erfahrung im Bereich Compliance und Ethik ist sie eine wertvolle Ergänzung für unser Management-Team", so Woebcken.

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