FIFA-Kongress bestätigt neue Chef-Ethiker des Weltverbands

Hans-Joachim Eckert führte die unabhängige Ethikkommission der FIFA

Die neuen Ethiker werden mit großer Mehrheit bestätigt.

Nach Angaben der abgesetzten Spitze der FIFA-Ethikkommission gibt es derzeit noch "mehrere hundert" offene Fälle im Skandal um den Fußball-Weltverband. Die grossen Entscheidungen (Blatter, Platini) seien zudem die gewesen, bei "denen die staatlichen Behörden eingegriffen haben", sagte der 47-Jährige, der dafür auch am Donnerstag massiv kritisiert wurde. Sie liefern der US-Justiz neue Munition, um dem Weltfussballverband in den hängigen Korruptionsfällen den Opferstatus zu entziehen und die Fifa als Täterin zu deklarieren. Seit gestern wissen der Schweizer Chef-Ermittler Cornel Borbély und der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert, wie viel die bedingungslose Unterstützung Samouras wert ist: nichts.

Zum Eckert-Nachfolger in der rechtsprechenden Kammer wurde Vassilios Skouris gewählt, der Grieche war zwölf Jahre lang Präsident des Europäischen Gerichtshofes. "Alle Regionen" sollten vertreten sein, begründete Infantino die zahlreichen Änderungen in den Gremien.

Das FIFA-Council hatte Eckert und Cornel Borbély aus der Schweiz in einer umstrittenen Entscheidung nicht wieder für ihre Posten nominiert. Dieses Ja verteidigte er gegen Kritik. "Das war die einzige inhaltliche Begründung, die offiziell für personelle Veränderungen genannt worden ist - insofern möchte ich mich zu anderen Spekulationen auch nicht äußern", sagte Grindel.

Die Wahl habe gegen die Statuten des Fußball-Weltverbandes verstoßen, sagte der sportpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion im Deutschlandfunk. Dass sie beim Fifa-Kongress heute bestätigt werden, steht nicht in Zweifel. Für das Image der Fifa waren sie deshalb entscheidend: Die Unabhängigkeit der Ethik-Kommission unterstrich, dass es die Fifa mit ihrem Reform-Prozess Ernst meinte. Das wird damit begründet, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend Personalvorschläge durch die Konföderationen gegeben hätte.

In der Tat stellen sich nach dem Kongress in Bahrain grundlegende Fragen: Warum wurden Borbély und Eckert abgewählt, obwohl ihnen niemand einen Fehler nachweisen konnte? Dies sei sicherlich "nicht das, wie wir in Zukunft solche sensiblen Entscheidungen durchführen sollten". Wo sind diese selbsternannten Experten für Good Governance, die damals die Fifa überwachen sollten? Am Dienstagmittag, als die Delegierten der Mitgliedsverbände des Weltfußballverbandes in Manama eintrafen, gab's zunächst ein paar salbungsvolle Worte von Präsident Gianni Infantino als Stimmungsaufheller, doch schon am Abend war es mit der guten Laune auch nach außen hin vorbei. Potenzielle Kontrahenten der gemeinsamen Bewerbung der USA, Kanada und Mexiko haben drei Monate Zeit für eine Kandidatur, entschied der Kongress.

Related:

Comments

Latest news

Slot Game Symbols To Wish For
It is widely credited with setting the trend of using playing card symbols on the reels, as well as things like bells. In the online slot world this happens more often than not due to the number of pay lines that are genuinely present.

Was wird in Deutschland eigentlich gespielt?
Zocken ist ein vollkommen normales Hobby geworden, dessen Einfluss auf die Populärkultur unmöglich verneint werden kann. Diese und ähnliche Zahlen decken sich übrigens auch mit den Zahlen des Videospielmarkts in Deutschland im Jahr 2018.

Apple erster US-Konzern mit Börsenwert von über 800 Mrd USD
Mit rund 153 US-Dollar pro Papier beläuft sich der Gesamtwert der Firma damit auf über 800 Milliarden US-Dollar. Die jüngsten Quartalszahlen von Apple hatten an der Börse zunächst nicht vollends überzeugen können.

Südkorea: Präsidentenwahl hat begonnen
Die Amtsenthebung Parks durch das Verfassungsgericht vor zwei Monaten machte die vorgezogene Wahl notwendig. Der 64-Jährige hatte die Wahl Ende 2012 gegen seine langjährige konservative Rivalin Park verloren.

Steuereinnahmen sprudeln: 54,1 Milliarden mehr als gedacht
Der Löwenanteil der Mehreinnahmen im laufenden Jahr entfällt den Angaben zufolge mit 6,5 Milliarden Euro auf die Länder. Nach den aktuellen Schätzerzahlen kann der Staat in diesem Jahr mit insgesamt 732,4 Milliarden Euro rechnen.

Other news