Flüchtlinge stürmen in Melilla auf spanisches Gebiet

Die Grenzen der spanischen Exklave Melilla sind stark gesichert. Viele afrikanische Migranten werden davon allerdings nicht abgehalten. Quelle AP

Bei dem Ansturm Dienstagfrüh wurden nach Angaben des spanischen Innenministeriums drei Polizisten verletzt. Die Migranten sollen zum Teil Steine auf die Beamten geworfen haben. Die zwölf Kilometer lange Grenze wird durch zwei sechs Meter hohe Zäune markiert. Laut dem Roten Kreuz erlitten drei Migranten Schnittwunden und Quetschungen. Die Migranten nutzen bei Erstürmungsaktionen oftmals Wurfhaken und Schuhe mit Nagelsohlen. Die Exklaven Melilla und Ceuta haben die einzige EU-Außengrenze am afrikanischen Kontinent und so gibt es immer wieder gewaltsame Versuche, über die Exklaven europäisches Festland zu erreichen.

In der Nähe der beiden Gebiete harren Zehntausende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen. Aufgrund der andauernden Krisensituation hat die Regierung in Madrid bereits im März angekündigt, die Aufnahmekapazität für afrikanische Migranten in ihrer Exklave von 4500 auf 8500 Plätze zu erhöhen.

Einen Asylantrag hingegen stellen die meisten Migranten jedoch nicht in Ceuta oder Melilla, sondern wenn sie europäisches Festland erreichen.

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