Gutachten: Kölner Archiveinsturz durch Fehler bei U-Bahn-Bau

170511 Stadtarchiv

Mehr als acht Jahre sind seit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs vergangen, nun hat die Staatsanwaltschaft ihr Gutachten zur Unglücksursache vorgelegt. Ob es zu einer Anklage, etwa gegen die am Bau der U-Bahn-Trasse beteiligten Firmen oder Bauarbeiter kommt, werde in den kommenden Wochen entschieden.

Die Zeit drängt, denn wie Bremer bestätigte, muss bis zum zehnten Jahrestag des Unglücks am 3. März 2019 das Urteil gesprochen sein, sonst ist die Sache verjährt.

März 2009 eingestürzt und im Schacht einer U-Bahn-Baustelle versunken. Zwei Anwohner starben, der Schaden belief sich auf über eine Milliarde Euro. Die Ermittlungen zogen sich so lange hin, weil zunächst die Bergung der Archivbestände Vorrang hatte. Erst als alles aus der Schuttgrube herausgeholt worden war, begann am Unglücksort die Ursachensuche. Dadurch könnte mit der Zeit so viel Wasser, Sand und Kies abgeflossen sein, dass das Archiv unterspült wurde und einstürzte. Die Kölner Verkehrs-Betriebe wollten sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

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