Kriminalität: Schwestern verbrennen in Campingwagen in Rom

Es gibt derzeit keine Hinweise auf ein rassistisches Motiv im Falle der 3 verbrannten Schwestern in Rom

Rom - Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Roma-Familie in Rom haben die Ermittler zunächst keine Hinweise auf ein rassistisches Motiv gefunden.

Bei einem mutmaßlichen Brandanschlag auf den Campingwagen einer Roma-Großfamilie sind drei Mädchen ums Leben gekommen. Die Roma-Familie sei seit längerem Anfeindungen ausgesetzt gewesen.

Im Inneren starben drei Schwestern im Alter von vier, acht und 20 Jahren qualvoll. Die übrigen Familienmitglieder hatten sich rechtzeitig retten können.

Schon am Mittwoch stand die Vermutung im Raum, Hintergrund der Tat könnte Rache sein. Das Wohnmobil, das auf einem Parkplatz stand, brannte vollständig aus. "Dann bin ich ans Fenster gegangen und habe die hohen Flammen gesehen", sagte eine Anwohnerin in Rom der Zeitung "La Repubblica". Italienische Medien berichteten, Mitglieder der Familie seien in den vergangenen Tagen von Anrainern bedroht worden. Auf Videomaterial aus Überwachungskameras ist nämlich ein junger Mann zu sehen, der eine Flasche auf den Wohnwagen warf, woraufhin dieser in Flammen aufging. Italiens Präsident, Sergio Mattarella, sprach von einem "schrecklichen Verbrechen". Franziskus entsandte seinen für Straßenseelsorge zuständigen Kurienerzbischof Konrad Krajewski am Nachmittag zu der Familie, um ihr Beileidsbekundungen und eine "konkrete Hilfe" zukommen zu lassen, wie der Vatikan mitteilte.

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi eilte an den Tatort, wo sie den Anschlag eine "Tragödie" nannte.

In Italien leben rund 170.000 Roma und Sinti, von denen die Mehrzahl einen festen Wohnsitz und einen regulären Arbeitsplatz hat. Gewalttätige Übergriffe auf sie gab es in der Vergangenheit immer wieder.

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