Newsblog zur Präsidentschaftswahl in Frankreich: Stichwahl in Übersee hat begonnen

Die Stichwahl um die Präsidentschaft hat in den französischen Überseegebieten bereits begonnen

Die Stichwahl zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron hat Bedeutung für ganz Europa.

Le Pen ist die Kandidatin der rechtsextremen Partei Front National. Das berichteten französischsprachige Medien aus Belgien und der Schweiz am Sonntag.

Bis zur Schließung der letzten Wahlbüros gilt in Frankreich eine Nachrichtensperre für Prognosen und erste Auszählungen. Damit ist nicht klar, wie verlässlich die Zahlen sind.

Macron geht als klarer Favorit in die Wahl. Er wäre mit 39 Jahren der jüngste französische Präsident aller Zeiten.

Der frühere Wirtschaftsminister und Investmentbanker steht nun vor gewaltigen Herausforderungen.

Der Ex-Banker und Ex-Wirtschaftsminister will die Wirtschaft des Landes wettbewerbsfähiger machen. "Ich bin zuversichtlich, dass es in Frankreich unter einem Präsidenten Macron Fortschritte geben wird".

Bisher haben sich die gemässigten Kräfte der französischen Politik hinter Macron gestellt, um Le Pen zu verhindern. Die nächste Wahl zur Nationalversammlung findet im Juni statt. Es zeichnete sich eine ordentliche Wahlbeteiligung ab. Französische Meinungsforschungsinstitute erwarteten einen Wert von etwa 73 bis 74 Prozent.

Die Wahlbeteiligung liegt bis zum Mittag bei 28,23 Prozent und ist damit geringer als bei der Stichwahl vor fünf Jahren. Allerdings hatten belgische Medien beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen schon am späten Nachmittag Umfrageergebnisse verbreitet. Doch die beiden Kandidaten verlangen den Franzosen einen schwierigen Entscheid ab. Diese "weißen Stimmen" werden gesondert aufgeführt, werden aber bei der Ermittlung des Ergebnisses der einzelnen Kandidaten nicht einberechnet. Dann gibt es auch die ersten Hochrechnungen.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier setzt auf einen Sieg Macrons. Macron und seine Frau Brigitte wählten am Vormittag in ihrem Wahlkreis im nordfranzösischen Le Touquet am Ärmelkanal. "Ich habe nicht die Sorge, dass sie die Wahl gewinnt", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe) mit Blick auf die Stichwahl zwischen Le Pen und dem parteilosen Kandidaten Emmanuel Macron am Sonntag. Denn die Bewerber der traditionellen Regierungsparteien - Konservative und Sozialisten - sind schon im ersten Wahlgang ausgeschieden.

Das Finale der französischen Präsidentschaftswahl hat in einem Überseegebiet bereits begonnen.

Das Wahlwochenende wurde von der Veröffentlichung interner Dokumente aus dem Wahlkampfteam Macrons überschattet. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Vorermittlungen ein, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die erbeuteten Dokumente seien alle legal und zeigten die normale Funktionsweise eines Wahlkampfs, es würden aber auch gefälschte Dokumente verbreitet.

"En Marche!" erhob den Vorwurf, Ziel des Hacker-Angriffs sei eine Destabilisierung der Demokratie, und zog eine Parallele zum letzten Präsidentschaftswahlkampf in den USA.

Vor dem Hintergrund der andauernden Terrorgefahr waren landesweit während der Wahl mehr als 50 000 Polizisten im Einsatz. Frankreich wurde seit 2015 von einer islamistischen Anschlagsserie erschüttert, fast 240 Menschen wurden ermordet.

Bei der Gedenkfeier zum Jahrestag des Kriegsendes wird Hollande der Tradition gemäß zunächst einen Kranz an der Statue von Charles de Gaulle an der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées niederlegen, danach ist eine Zeremonie am Triumphbogen geplant.

Related:

Comments

Latest news

Trump: Ich wollte Comey auf jeden Fall feuern
Die Opposition mutmaßt, dass der völlig überraschende Rauswurf Comeys das Ziel hatte, die Ermittlungen auszubremsen. Bei einem Wettportal in Irland stehen die Chancen, dass Trump vorzeitig als Präsident abdanken muss, bei 60 Prozent.

HSV: Gisdol will Supertalent Arp "mit aller Macht" halten
Arp schießt sich derzeit bei der U17-EM in Kroatien auf die Wunschzettel der nationalen wie internationalen Topklubs. Mit dem 7:0 stellten die Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auch den höchsten U17-EM-Sieg ein.

Nokia 3310 (2017): Verkauf in Deutschland startet am 26. Mai
Bis zu 22 Stunden soll man damit telefonieren können, im Standby soll der Akku sogar 744 Stunden (einen Monat!) halten. Lernen Sie in diesem Audio-Webinar die Bausteine einer Enterprise Cloud Plattform kennen.

Pilotengewerkschaft erleidet mit Grundrechtsklage vor Hessischem Staatsgerichtshof Rückschlag
Es waren harte und lange Streiks, mit denen die Piloten vor zwei Jahren die Lufthansa zu Zugeständnissen zwingen wollten. Die Antragstellerin sieht sich durch dieses Urteil in ihrem durch Art. 29 IV HV garantierten Streikrecht verletzt.

Gutachten: Kölner Archiveinsturz durch Fehler beim U-Bahn-Bau
Hohe Chefs wie der ehemalige Technik-Vorstand der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sind allerdings nicht mit dabei. Die Ermittlungen zogen sich so lange hin, weil zunächst die Bergung der Archivbestände Vorrang hatte.

Other news