Papst Franziskus in Portugal - "eine besondere Reise"

Denkmal für die beiden Seherkinder in Fatima

Franziskus sagte den Journalisten, die ihn auf dem Flug begleiteten: "Das ist eine besondere Reise, eine Reise des Gebets". Dort standen interreligiöse und ökumenische Begegnungen auf dem Programm. In dem üblichen Reisetelegramm an den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella erklärt der Papst, er wolle in Fatima "die Pilger zu treffen und vor allem die Kranken, die aus der ganzen Welt kommen".

Der Höhepunkt der Reise findet am Samstag statt. Auf dem Militärflughafen Monte Real waren zuvor Hunderte Menschen in lauten Jubel ausgebrochen, als das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag um 16.22 Uhr Ortszeit (17.22 MESZ) aus dem Flugzeug stieg. Laut Vatikan erwarteten den Papst am Flughafen auch rund 1'000 Gläubige. Im Anschluss besuchte der Papst in Begleitung des portugiesischen Militärbischofs Manuel Linda die Kapelle des Fliegerhorsts zu einem Gebet.

Per Hubschrauber wollte der Papst anschließend die 30 Kilometer nach Fatima zurücklegen.

Dort will Franziskus ab 19.15 Uhr (MEZ) zunächst privat und dann mit Gläubigen beten. Nach dem privaten Abendessen wird er später am Abend in die Kapelle zurückkehren, dort Kerzen weihen, einen Gruß an die Gläubigen richten und mit ihnen den Rosenkranz beten. Anschliessend feiert Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin mit Tausenden eine nächtliche Messe auf dem Platz des Heiligtums. Nach der Begegnung mit Ministerpräsident Antonio Costa feiert Papst Franziskus eine Messe und spricht zwei von drei Hirtenkindern heilig. Ein solcher Schritt wäre jedoch ungewöhnlich.

Währenddessen haben die katholischen Bischöfe in Deutschland zu einer stärkeren Marienfrömmigkeit aufgerufen. Die Gottesmutter sei "die große Zeugin der Menschennähe und Menschenfreundlichkeit Gottes und damit ein Ansporn zum Frieden und zur Versöhnung unter den Menschen". Die Organisatoren rechnen mit bis zu einer Million Teilnehmern.

Franziskus reist nur für knapp 24 Stunden nach Portugal. Den beiden neun und sieben Jahre alten Geschwistern und ihrer zehnjährigen Cousine Lucia dos Santos war der Überlieferung zufolge am 13. Mai 1917 in einer Grotte nahe dem Dorf Fátima zum ersten Mal die Jungfrau Maria erschienen. Mit Millionen Pilgern jährlich ist Fatima der zweitgrößte Wallfahrtsort Europas. Zum Besuch von Franziskus am Freitag und Samstag trafen hier Hunderttausende ein, schätzungsweise 45'000 zu Fuss.

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