Siemens plant weitere Einschnitte: 2700 Jobs betroffen

Siemens-Fahnen

Besonders betroffen sind die interne Unternehmens-IT, wo es alleine um 1350 Jobs geht, sowie die digitale Fabrik und die Zugsparte, aber auch die Ausbildung des Konzerns.

Der Technologiekonzern Siemens plant im Zusammenhang mit einer Neuausrichtung einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen.

In der Sparte Digital Factory, in der Siemens Hard- und Software für Fertigungsprozesse anbietet, werden Lager aus Nürnberg, Fürth, Erlangen und Amberg zu einem neuen Logistikzentrum zusammengefasst.

Da die Maßnahmen für mehrere Sparten vorgesehen sind, verteilen sie sich auf zahlreiche Standorte.

Wie sieht es in der zukunftsträchtigen digitalen Fabrik aus?

Außerdem bekommt Siemens zu spüren, dass sich Kunden bei Investitionen zurückhalten, was Einschnitte im Fürther Werk nach sich zieht.

In der Zugsparte reagiert Siemens mit Stellenabbau auf den schärferen Wettbewerb. Auch der wichtige Kunde Deutsche Bahn schaut sich über ein eigenes Einkaufsbüro in China bereits vor Ort nach Zug-Komponenten um. Hier steuert die Konzernführung mittlerweile frühzeitig gegen - und bekommt dafür auch Lob von Anlegern.

Siemens hatte erst vergangene Woche gute Quartalszahlen vorgelegt, die besser ausgefallen waren, als von vielen Analysten erwartet.

Die Ausbildung ist auch betroffen - muss man sich jetzt Sorgen machen, dass Siemens die Ausbildung einschränkt? Bisher bildet Siemens auch für andere Unternehmen aus, hier will der Konzern stärker auf die Kosten schauen. "Siemens verfällt in sein gewohntes Muster, auf wirkliche oder eingebildete Schwierigkeiten mit Kostensenkungen und Stellenabbau zu reagieren", sagte ein IG-Metall-Sprecher.

Zuletzt hatte der Konzern, der weltweit 351'000 und in Deutschland rund 113'000 Mitarbeiter beschäftigt, 1700 Stellen in der Sparte Automatisierungs- und Antriebstechnik gestrichen.

Siemens will in den kommenden Jahren in Deutschland 1.700 Arbeitsplätze streichen, weitere 1.000 Arbeitsplätze sollen ver- oder ausgelagert werden. Gleichzeitig sollen 9000 neue Mitarbeiter in Deutschland eingestellt werden. Dabei stehen Stellenstreichungen an einer Stelle regelmäßig auch Neuanstellungen in anderen Sparten gegenüber.

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