Somalia droht eine Hungersnot

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hat vor einer erneuten Hungersnot in Somalia gewarnt

Der Chef von "Save the Children" Keven Watkins erklärte: "Somalia driftet weiter in eine vermeidbare Hungersnot". Von der somalischen Regierung forderte Johnson unter anderem einen "genauen Plan für die Bildung einer nationalen Armee".

Hochrangige Regierungsvertreter aus aller Welt beraten an diesem Donnerstag in London über die Zukunft Somalias. Diese bekomme es zu spüren, "wenn Somalia eine Bastion terroristischer Gruppen ist, wenn der globale Handel von Piraten im Indischen Ozean angegriffen wird oder wenn Millionen Menschen fliehen, um Armut und Dürre zu entkommen".

May sagte, Hilfe für Somalia liege im Interesse der internationalen Gemeinschaft. Dort ist die Versorgungslage aber ebenfalls angespannt und auch hier drohen Hungersnöte.

Guterres' Alptraum: Eine Wiederholung des Massensterbens von 2011, als bei einer ähnlich schweren Hungersnot trotz rechtzeitiger Warnungen keine Hilfe floss - bis es zu spät war. Die Gefahr sei trotz rascher internationaler Hilfe noch nicht abgewendet, sagte der Koordinator für humanitäre Maßnahmen der Vereinten Nationen, Peter de Clercq, am Donnerstag. Das Problem: Nicht einmal ein Drittel des Bedarfs ist bisher gedeckt. In diesem Jahr wurden bereits über 80'000 Kinder auf Mangelernährung untersucht und 56'000 schwer betroffene Kinder behandelt. Das Entwicklungsministerium kündigte an, Hilfen in Höhe von 100 Millionen Euro bereitzustellen. Im vergangenen Jahr waren es noch 38 Millionen. Somalias Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed bat um Hilfe gegen "Somalias drei wütende Feinde - Terrorismus, Korruption und Armut".

Als größte Herausforderungen nach mehr als 25 Jahren Bürgerkrieg gelten der Wiederaufbau der Infrastruktur und die Sicherheit in Somalia.

Zur Wahrheit gehört, ungeachtet der vielen innersomalischen Versäumnisse, freilich auch, dass sich die Gebergemeinschaft in Somalia nicht mit Ruhm bekleckert hat - im Gegenteil. Die Ankündigung, die islamistische Al Shabaab-Miliz, die die Hauptstadt Mogadischu mit Terror a la Bagdad und Kabul überzieht, binnen zwei Jahren zu schlagen, klingt da wie Hohn. Wäre der "new deal" für Somalia ernst gemeint, dann wäre jetzt die Zeit, es wirklich neu und besser zu machen. Die Forderung ist umstritten, weil solche Waffen das mühsam austarierte Machtgleichgewicht stören könnten.

Doch dem steht womöglich die Realpolitik im Weg: Großbritannien als Patron der internationalen Somalia-Diplomatie hat in den kommenden Jahren sein Augenmerk auf den Brexit und wird sich allenfalls noch um gekaperte britische Tankschiffe vor der somalischen Küste kümmern wollen. Die EU will ihre Zuschüsse für Amisom drastisch streichen. Derzeit kontrolliert die Terrorgruppe Al-Shabaab noch mehr als die Hälfte des Landes. Vor allem jenseits der Städte und Hauptstraßen ist die Regierung machtlos.

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