USA stimmen beim Arktischen Rat für mehr Klimaschutz

Grüne fordern mehr Einsatz für den Arktis-Schutz

Der Kampf gegen den Klimawandel müsse auch eine Priorität in der Administration von Präsident Donald Trump bleiben, forderten Klimaschützer vor Beginn des Ministertreffens des Arktischen Rates am Donnerstag in Fairbanks im US-Bundesstaat Alaska.

In der Abschlusserklärung des Gremiums heißt es, der Rat nehme mit Besorgnis zur Kenntnis, dass die Durchschnittstemperaturen in der Region nördlich des Polarkreises mehr als zweimal so schnell stiegen wie im Rest der Welt.

Die USA überlegen, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, das fast 200 Länder mittragen, auszusteigen. Die Arktis-Region ist vom Klimawandel besonders betroffen: Packeis und Gletscher schmelzen ab, viele Tierarten sind bedroht und auch Ureinwohner wie die Inuit fürchten um ihre Lebensgrundlage. Zuletzt positiven Signalen aus der Klimapolitik steht das Leugnen der vom Menschen verursachten Erderwärmung der US-Regierung gegenüber.

Doch diese Sichtweise ist möglicherweise zu optimistisch: Aussenminister Rex Tillerson jedenfalls, der das Treffen des Arktis-Rates leitete, machte klar: Trotz der amerikanischen Zustimmung zur Abschlusserklärung von Fairbanks werde man in Washington die grundsätzliche Haltung zum Klimaabkommen erst Ende Monat definieren.

Der Ausstoss von Treibhausgasen und andere Klimaschädlinge müssten reduziert werden, fordert der Rat.

Die Mitglieder des Arktischen Rates, darunter auch die USA, unterzeichneten zum Abschluss der Konferenz eine Erklärung, die "das Inkrafttreten des Pariser Abkommens" erwähnt.

Die Durchschnittstemperatur war im Jänner 2017 um fünf Grad höher als im Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2010.

Die USA waren diesmal Gastgeber des Arktis-Rates. Auch sie bräuchten noch eine Nahrungsgrundlage, auch sie hätten ein Recht, das traditionelle Leben ihrer Vorfahren weiterzuleben.

Insbesondere die Ölförderung in der Arktis gilt als Zankapfel. Seit Jahren gibt es zwischen Russland und Dänemark ein harten Kampf um die Frage, wem der geografische Nordpol gehört. Durch eisfreie Polarrouten könnten sich im Sommer auch neue Möglichkeiten für die internationale Schifffahrt ergeben. "Das ist ein ökologisches Desaster und geht uns alle an: Ein steigender Meeresspiegel wäre auch für uns bedrohlich", bemängelten die Grünen in Deutschland. Die Fläche des arktischen Meereises ging in den vergangenen 20 Jahren um 1,21 Millionen Quadratkilometer zurück - dreimal die Fläche von Deutschland.

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