Aktie von Snapchat-Firma stürzt nach ersten Quartalszahlen ab

Snapchat Limitless Snap Bilder lassen sich ab sofort unbegrenzt betrachten

Doch nun verlieren viele Anleger nach ersten mauen Quartalszahlen die Nerven. Nach der ersten Bilanzvorlage stürzte die Aktie zunächst ab. Auch in der Bilanz klafft ein Loch von 2,2 Milliarden Dollar, das aber auf eine Einmal-Belastung durch Aktienoptionen im Zuge des Börsengangs zurückgeht.

Auch beim Wachstum von Nutzerzahl und Umsatz verfehlte Snap die Analystenprognosen. Damit hat Snapchat 166 Millionen Nutzer, die die App mindestens täglich aufrufen. Denn wie groß und wie effizient die Firma werden kann, ist nach wie vor die zentrale Frage für die Investoren.

Wohl gemerkt: Spiegel sieht Snapchat als Stories-Pionier in der Rolle von Google bei der Suche, während Facebook das neue Yahoo sei.

Ein milliardenschwerer Verlust, langsam wachsende Nutzerzahlen und ein unerwartet niedriger Umsatz haben der Konzernmutter der Foto-App Snapchat einen Kurssturz beschert. Die Nutzer würden durchschnittlich drei Milliarden Einträge pro Tag produzieren und seien jeden Tag mehr als 30 Minuten auf dem sozialen Netzwerk aktiv. Damit ging die seit Herbst andauernde Flaute beim Zustrom neuer Nutzer weiter. Zum Vergleich: Instagram gewann zwischen Dezember 2016 und April dieses Jahres 100 Millionen Nutzer hinzu und kommt jetzt auf 700 Millionen.

Stuttgart - Gute Nachrichten für alle Snapchat-User: Das Unternehmen hat auf die zahlreichen Wünsche der Nutzer reagiert und beim aktuellen Update neue Funktionen in die Foto-App eingebaut. Inzwischen baute das Team um Spiegel das Angebot unter anderem mit Fotofiltern und einer Plattform für Medieninhalte aus. Den schwachen Zuwachs von fünf Millionen Usern im Schlussquartal 2016 hatte Snap noch mit Problemen bei der Android-Version erklärt.

Dennoch rissen sich die Aktionäre beim Börsengang im März um die Aktie: Insgesamt nahm das Unternehmen 3,4 Milliarden Dollar ein. Die Kurse schossen durch die Decke auf zeitweise 26 Dollar - bei einem Ausgabepreis von 17 Dollar. Am Donnerstag gab es vorbörslich noch ein Minus von 22,32 Prozent auf 17,85 Dollar. Alleine Vorstandschef Evan Spiegel bekam einen Sonderbonus von 750 Millionen Dollar, weil er es geschafft hatte, das Unternehmen trotz des problematischen Zahlenwerks an die Börse zu bringen. Die hohe Bewertung war angesichts der fortlaufend roten Zahlen und des gebremsten Nutzerwachstums bereits in den vergangenen Monaten als Vertrauensvorschuss mit Blick auf die Zukunft gesehen worden.

Damit teilt der Konzern aber das Schicksal des großen Rivalen Facebook und von Twitter: auch deren Papiere waren bei Vorlage der ersten Zahlen nach dem Börsengang eingebrochen. Doch Facebook lieferte - und heute ist die Aktie über drei Mal mehr wert als zum Börsendebüt und die ganze Firma mehr als 430 Milliarden Dollar.

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