Aktien Frankfurt: Dax kaum verändert - Rally wird verdaut

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes

Am Dienstag hatte der Dax mit 12 783 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,39 Prozent auf 3637,52 Punkte hoch und auch in Paris und London stiegen die Kurse. Technologiewerte sind bei Anlegern seit geraumer Zeit beliebt, und der TecDax hat seit Jahresanfang bislang stärker zugelegt als Dax und MDax.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab zur Wochenmitte um 0,22 Prozent auf 25 132,24 Zähler nach.

"Nach einer Rally von rund 800 Punkten alleine seit dem Zwischentief Ende April schaltet der Dax nun einen Gang zurück", kommentierten die Experten vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar.

Besonders für den TecDax ging es im frühen Handel mit plus 1,97 Prozent auf 2189,33 Punkte kräftig nach oben. Händler sagten, das operative Ergebnis (Ebit) habe enttäuscht.

Für die Anteile des Medienkonzerns ProSiebenSAT.1 ging es am Dax-Ende sogar um fast 6 Prozent abwärts. Bei den Börsianern kam nicht gut an, dass das Management das Wachstum des TV-Werbemarktes etwas skeptischer einschätzt als bisher. Die Telekom-Aktien verloren nach unspektakulären Zahlen 0,83 Prozent.

Im TecDax setzten die Anteile von Evotec auch am zweiten Handelstag nach der Vorlage der Geschäftszahlen ihre Rally fort. Sehr schwach präsentierten sich indes die Nordex-Papiere (Nordex) mit einem Minus von 4,90 Prozent. Analyst David Vos von der Bank Barclays nannte den Auftragseingang des Windkraftanlagenherstellers eine schwere Enttäuschung. So sackte die "Aktie Gelb" des Bonner Logistikkonzerns um mehr als 3 Prozent ab. Höhere Energiekosten und schlechtes Wetter hatten den Konzern im ersten Quartal gebremst. Im MDax büßten zudem die Titel von Hannover Rück 5,12 Prozent ein, einerseits wegen der Dividendenausschüttung, andererseits wegen einer gestrichenen Kaufempfehlung durch die Citigroup.

Einige Aktien werden zudem mit Dividendenabschlag gehandelt, was sie optisch teils deutlich schwächer erscheinen lassen wird. Im DAX ist dies der Fall bei den Papieren von Linde, E.ON, SAP, Volkswagen und HeidelbergCement.

Die Aktien der Deutschen Telekom und des Konsumgüterherstellers Henkel gaben um 0,12 beziehungsweise 1,22 Prozent nach.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0860 (Mittwoch: 1,0882) US-Dollar fest.

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