Neue Beweise belasten Sergei W. nach Anschlag auf BVB-Bus

Ermittler fanden u.a. Notizen zu Anschlagsplanungen

Einen Monat nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund findet das Bundeskriminalamt anscheinend neue Beweise beim Tatverdächtigen. Er selbst bestreitet diese Vermutungen. Das berichtet der Rechercheverbund von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung".

In der Wohnung des Mannes in Rottenburg am Neckar fanden die Ermittler danach handschriftliche Aufzeichnungen über Funkfrenquenzen und die Fernzündung von Sprengsätzen. Einige Dokumente seien in russischer Sprache und kyrillischer Schrift verfasst worden. Es soll sich um Notizen zu Anschlagsplanungen und den später verwendeten Zünder handeln. Einem Gutachten zufolge stammen die Notizen von dem verhafteten Tatverdächtigen Sergej W. Er soll das Attentat auf das Team des BVB am 11. April verübt haben. Die Ermittler vermuten, dass Sergej W. vom Fenster seines Hotelzimmers aus auf die Straße geschaut hat, auf der der Bus der Mannschaft unterwegs war. Die drei Sprengsätze waren in einer Hecke platziert, an der der Mannschaftsbus auf dem Weg zum Champions-League-Spiel vorbeifahren musste. Durch die Explosionen wurden BVB-Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist verletzt. W. soll mit geliehenem Geld auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie gewettet haben. Dafür wollte er laut Bundesanwaltschaft möglichst viele Spieler des BVB töten.

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