Demonstranten bewerfen venezolanische Polizisten mit Kot

Bei Protesten gegen den sozialistischen Präsidenten Maduro starben seit April 39 Menschen mehr als 800 wurden verletzt. Quelle Reuters

Und die Regierung Venezuelas hat den Demonstranten mit drakonischen Strafen für ihre Fäkal-Attacken gedroht, wie die Tagesschau auf Instagram berichtete. Damit sind seit Anfang April mindestens 39 Menschen bei den Protesten ums Leben gekommen.

Caracas. Sie sind wütend, weil ihr Präsident sie verhungern lässt: Demonstranten in Venezuela, die wegen der Versorgungskrise im Land die Absetzung ihres Staatschefs Nicolás Maduro fordern, greifen bei ihren Potesten zu immer drastischeren Mitteln. Laut Angaben der Behörden wurde ein 26-Jähriger bei einer Oppositionskundgebung in Caracas erschossen.

80 Menschen wurden bei der Demonstration verletzt. Sie geben Maduro die Verantwortung für die schwere Wirtschaftskrise, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

Zuletzt hatte schon der Tod eines jungen Musikers für einen großen Aufschrei gesorgt. Zudem starb ein am Montag verletzter 32-Jähriger in Mérida an seinen Verwundungen. Dabei bewarfen junge Regierungsgegner die Sicherheitskräfte mit Flaschen und Beuteln, die mit Fäkalien gefüllt waren.

Von vielen Seiten wächst der Druck auf Maduro, da ein Bürgerkrieg drohen könnte.

Die Polizisten wurden von den Geiselnehmern gefilmt und gezwungen, die Freilassung inhaftierter Oppositioneller zu fordern. Maduro wirft seinerseits der Opposition vor, mit Hilfe der US-Regierung einen Putsch vorzubereiten.

Auch mehrere Büsten von Hugo Chávez wurden in den vergangenen Tagen vom Sockel geholt und zerstört - der 2013 verstorbene Präsident hatte das Projekt eines "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" begründet. Als der Ölpreis noch hoch war, konnten im Land mit den größten Ölreserven Millionen Menschen aus der bitteren Armut geholt werden.

Nach Jahren der Misswirtschaft steht Venezuela vor dem Ruin, Lebensmittel und Medikamente fehlen. Die Zahl der Säuglinge, die vor Erreichen des ersten Lebensjahrs starben, sei im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf knapp 11.500 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Caracas mit.

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