Entlassener FBI-Chef: Trump warnt Comey vor Weitergabe von Informationen

Trumps Entlassungsschreiben an FBI-Chef Comey Bild AFP

Wörtlich schrieb Trump am Freitagmorgen (Ortszeit): "James Comey sollte hoffen, dass keine 'Aufnahmen' von unseren Gesprächen existieren, bevor er anfängt, Dinge an die Presse weiterzugeben!" Kritiker werfen Trump vor, mit der Entlassung Comeys die Untersuchung torpedieren zu wollen.

Weitere Äusserungen Trumps liessen aber darauf schliessen, dass er sich tatsächlich von Comeys Russland-Ermittlungen unter Druck gesetzt fühlt. Am Freitag folgte dann eine offene Drohung an den ehemaligen FBI-Chef: Trump warnte Comey davor, mit internen Informationen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Trump selbst hatte in dem Interview einen Zusammenhang zwischen dem Rauswurf des FBI-Direktors und den Ermittlungen zu möglichen Verbindungen seines Wahlkampfteams zu Russland hergestellt - und damit auch Erklärungen aus dem Weißen Haus zu den Umständen von Comeys Entlassung konterkariert.

Wegen der widersprüchlichen Angaben seiner Sprecher schlug Trump vor, die tägliche Pressekonferenz abzuschaffen. "Es ist meinen Stellvertretern nicht möglich, mit perfekter Präzision auf dem Podium zu stehen!" Der Senator Lindsey Graham sagte, Trump habe das Recht, den FBI-Direktor "für welchen Grund auch immer zu entlassen".

Trump bringt mit seinem Tweet Erinnerungen an Richard Nixon zurück, der 1973 vom Obersten Gericht dazu gezwungen werden musste, Tonbänder versteckt aufgezeichneter Gespräche herauszurücken. Energisch wies McCabe auch den vom Weißen Haus geschürten Eindruck zurück, Comey habe in der eigenen Behörde das Vertrauen verloren. "Es bleibt nur der Schluss, dass die Entscheidung des Präsidenten, Direktor Comey zu entfernen, mit den Ermittlungen zu tun hat".

Inmitten der Debatte kündigte der US-Präsident an, sich für den Frieden zwischen Russland und der Ukraine einzusetzen.

Trumps abfällige Äußerungen über Comey haben unterdessen weiter Empörung ausgelöst. Ein FBI-Direktor dürfte darauf jedenfalls keine Antwort geben.

Zuvor hatte Trump in einem TV-Interview gesagt, er habe sich von Comey drei Mal bestätigen lassen, dass nicht gegen ihn ermittelt werde.

Trump erklärte, Comey habe um Aufmerksamkeit geheischt, sei ein Angeber und Aufschneider gewesen. Wie die "New York Times" unter Berufung auf eine frühere Darstellung Comeys gegenüber Vertrauten berichtet, fragte Trump ihn, ob er ihm "Loyalität" versprechen könne.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, wollte am Freitag nicht sagen, ob Aufnahmegeräte im Weißen Haus angebracht wurden. Warum haben Sessions und Rosenstein ihre Memos für Trump geschrieben? Darunter sei auch der derzeit ausführende FBI-Chef Andrew McCabe, hieß es aus dem Umfeld des Ministeriums. 33 Prozent finden sie falsch, dem Rest ist das Thema egal. Es sind die ersten Ergebnisse der Verhandlungen im Rahmen des 100-Tage-Aktionsplans, den Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping bei ihrem Treffen vor einem Monat in Mar-a-Lago vereinbart hatten. In dem Interview widersprach der US-Präsident der bisherigen offiziellen Version, wonach er mit dem Rauswurf auf eine Empfehlung des Justizministeriums reagierte.

Damit verfängt Trumps Strategie, die Reaktionen der Demokraten in seiner Anhängerschaft als hysterisch, künstlich und übertrieben hinzustellen. Allerdings gebe es Ausnahmen, in denen Trump aus russischen Quellen Geld verdient habe.

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