Eurovision Song Contest: Portugal gewinnt ESC mit Jazzballade

Levina singt für Deutschland „Perfect Life

Portugal hat den Eurovision Song Contest 2017 gewonnen, während Deutschland die dritte Pleite in Folge erlebt.

Nach dem Schock in Kiew konnte Levina aber kurz darauf schon wieder lachen. Sie versuche aber immer noch, das Positive aus dem Negativen zu ziehen - immerhin sei sie anders als die deutschen Starterinnen der Vorjahre nicht Letzte geworden. Levina erklärte direkt nach dem fast vierstündigen Finale in der ARD, sie sei "total traurig". "Wenn die Leute sehen, dass wir Spaß auf der Bühne haben, wird sich das auf die Fans in Europa übertragen" sagte der Innsbrucker vorab im Interview. Außerdem habe ihre Mutter Geburtstag - "es gibt auf jeden Fall was zu feiern". Mit 334 Punkten reichte es am Ende für Platz sechs. Levina wurde nun 25. von 26 Kandidaten. Die übrigen Punkte kamen ganz am Schluss durch die Publikumsabstimmung dazu. Fünf mögliche Kandidaten wurden den deutschen Zuschauern präsentiert - dazu mit "Wildfire" und "Perfect Life" nur zwei mögliche Songs.

Das gaben die Moderatoren in der Nacht zum Sonntag in Kiew nach der Präsentation der Wertungen von Jurys und Publikum bekannt.

Zum ersten Mal gewann Portugal den ESC. In den vergangenen beiden Jahren war Deutschland auf dem letzten Platz gelandet.

Auch Levina (26), die in Bonn geboren wurde, in Chemnitz aufwuchs und heute in London und Berlin wohnt, hatte sich für einen eher reduzierten, von Grautönen dominierten Auftritt entschieden.

Für Aufregung in der Halle sorgte kurzfristig ein Flitzer, der während des Auftritts von Vorjahressiegerin Jamala mit Australien-Flagge bekleidet die Bühne erklomm, um die Sängerin herumtanzte und der Weltöffentlichkeit schließlich seinen blanken Hintern präsentierte, bevor er von der Security abgeführt wurde. Belgien: Blanche 5. Schweden: Robin Bengtsson 6. Zudem nutzten die Länder vermehrt ihre Muttersprache in ihren Liedern: Weißrussland zeigt heimischen Folk-Rock, Ungarn lässt einen Roma rappen, Francesco Gabbani bringt Italo-Charme auf die Bühne.

Ilinca und Alex Florea (Rumänien) jodeln sich auf den 7. Platz. Von fröhlicher Partymusik mit Israels Imri Ziv und "I Feel Alive" über gut gelaunten Ethnoschlager von Weißrusslands Duo Naviband ("Historyja majho zyccia") bis zum minimalistischen Schwesterntrio O'G3NE aus den Niederlanden ("Lights And Shadows") spannte sich der Bogen. Aserbaidschan: Dihaj 15. Großbritannien: Lucie Jones 16.

Den Finalauftritt von Nathan Trent beim 62. Song Contest verfolgten am gestrigen Samstagabend durchschnittlich 896.000 Fernsehzuschauer via ORF eins. Zypern: Hovig Demirjian 22. Die 12 deutschen Jurypunkte - bekanntgegeben von Barbara Schöneberger von der Hamburger Reeperbahn - gingen an Norwegen.

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