McLaren-Chef Brown: Ohne siegfähiges Auto ist Alonso weg

Honda-Dilemma: Alonso erwägt Wechsel

"Wenn wir das nicht können, wird er gehen", sagte Brown der BBC am Rande des Grand Prix in Barcelona. Er wolle in der Formel 1 bleiben, betonte er.

McLaren ist auch im dritten Jahr mit Honda als Motorenpartner nur ein Schatten vergangener Glanztage. Ablenkung sucht er in den USA. "McLaren", sagte Alonso damals, "ist für mich das beste Team der ganzen Formel 1". Dafür darf Alonso den zeitgleichen Großen Preis von Monaco auslassen. Zuletzt stand Alonso im Juli 2016 in Ungarn soweit vorn in der Startaufstellung. "Es hat Spaß gemacht". Bei seinen ersten Runden im IndyCar überfuhr er ein Taubenpärchen. Tröstend für ihn ist die Aussicht, dass sein Rennstall ihm am 28. Mai einen Start beim legendären Indy500 in Indianapolis ermöglicht und ihm durchaus Siegchancen eingeräumt werden. Die Diva soll bei Laune gehalten werden und endlich mal wieder um einen Sieg mitfahren dürfen. Gleich nach dem Rennen am Sonntag in Barcelona fliegt er mit McLaren-Chef Zak Brown nach Indianapolis.

Als einziger der 20 Fahrer erreichte Fernando Alonso in keinem der bisherigen vier Rennen das Ziel. Nach der Einführungsrunde musste er sein Auto stehen lassen.

Grundsätzlich wolle Alonso aber weiterhin in der Königsklasse fahren. Sogar ein Ausstieg noch während dieser Saison wurde gehandelt. Und wenn sich nicht bald dramatisch etwas ändert, dann ist der achtfache Konstrukteurs-Weltmeister auch seinen letzten Trumpf los, den frustrierten Topfahrer Fernando Alonso. Im Vorjahr gewann Andretti mit dem ehemaligen F1-Piloten Alexander Rossi, das befeuert Alonsos Hoffnungen. Die Formel 1 kann ihm derzeit kein siegfähiges Gerät hinstellen, was letztendlich auf diese unsinnige Power-Unit-Formel zurückzuführen ist. Zwei WM-Titel schmücken seine Vita, doch die Pein, seit 2013 nicht mehr gewonnen zu haben, wird für den Veteranen zusehends unerträglicher. Dabei gilt der Asturier noch immer als einer der besten Fahrer im Feld. Da kann Mercedes-Sportaufsichtsrat Niki Lauda noch lange sagen, eine Kooperation sei Unsinn.

Doch dass Alonso noch einmal eine Chance bei den führenden Rennställen wie Mercedes, Ferrari oder Red Bull bekommt, daran will der Österreicher auch nicht glauben. Auf die Frage, welchen Motor er sich in seinem Auto wünsche, antwortete er zögernd und mit einem schelmischen Grinsen: "Einen Honda". Sein Traum ist ja die Triple Crown: Siege in Monte Carlo in der Formel 1, in Indianapolis und bei den 24 Stunden von Le Mans.

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