Medien: ESC 2017: Portugal triumphiert - Deutschland Vorletzter

Kristian Kostov singt für Bulgarien „Beautiful Mess”

Sobral bezeichnete seinen Durchmarsch in der Dankesansprache als "Sieg für echte Musik". Deutschland wurde nur Vorletzter. Schade. Überhaupt hinterlässt dieser Eurovision Song Contest einen ambivalenten Eindruck. Der Sänger Salvador Sobral bekam im Final in Kiew für sein Lied "Amar Pelos Dois" mit 758 Punkten die meisten Stimmen. Sängerin Levina landete im Finale mit ihrem Titel "Perfect Life" diesmal auf dem 25. und damit vorletzten Platz - insgesamt erhielt der Beitrag gerade mal sechs Pünktchen.

Sobral gewann den 62. Im Gegensatz zu den oft schrillen und auf Effekte setzenden ESC-Liedern handelte es sich um ein melancholisches Lied, das der 27-jährige Musiker mit reduzierten Gesten und Bewegungen vortrug.

Der Portugiese überzeugte Jury und Zuschauer, er gewann beide Wertungen. "Musik ist kein Feuerwerk". "Bravo Salvador! Bravo Portugal!" jubelte Regierungschef Antonio Costa beim Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Selbst die Fußballprofis von Benfica Lissabon feierten den Sänger. Bei der Punktevergabe war Levina das Entsetzen noch deutlich ins Gesicht geschrieben.

Ein wunder Punkt bleibt, dass Österreichs Vertreter beim Publikumsvoting mit null Punkten auf dem letzten Platz gelandet ist, während ihn die internationalen Jurys mit 93 Punkten auf Platz 11 gehoben hatten: "Es ist okay". "Ich bin natürlich total traurig", sagte die 26-Jährige in der Nacht zu Sonntag in der ARD. "Ich weiß es leider nicht", sagt Levina. Sie versuche aber immer noch, das Positive aus dem Negativen zu ziehen - immerhin sei sie anders als die deutschen Starterinnen der Vorjahre nicht Letzte geworden.

Die Sängerin Isabella "Levina" Lueen bei einer Probe. Sollte der nächste ESC in Lissabon stattfinden - ein ukrainischer Act könnte dann fehlen.

Ein Starter mit größeren Siegchancen scheint dringend nötig zu sein, damit der Wettbewerb in Deutschland nicht weiter an Interesse verliert. Sieben Jahre nach dem Sieg von Lena Meyer-Landrut gilt es hinsichtlich des nun schon seit Jahren konstant schwachen Abschneidens herauszufinden, weshalb es den deutschen Beiträgen nicht mehr gelingt, den Geschmack des europäischen Publikums zu treffen. Sat.1 brachte es mit seinem Gruseltrickfilm "Hotel Transsilvanien" auf 1,43 Millionen Zuschauer (5,0 Prozent). Mit nur sechs Punkten landete Levina auf dem vorletzten Platz. Die übrigen Punkte kamen ganz am Schluss durch die Publikumsabstimmung dazu. Als Topfavorit gilt jedoch Francesco Gabbani aus Italien.

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