Salvador Sobral gewinnt den Eurovision Song Contest 2017 für Portugal

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Deutschland ist beim Eurovision Song Contest Vorletzter geworden. Salvador Sobral landete beim Finale in Kiew deutlich vor Bulgarien und Moldau auf dem ersten Platz. Für Deutschland ging Levina aus Bonn an den Start.

Ein Sieg für wahre Musiker und echte Musik: Portugal hat zum ersten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen, während Deutschland die dritte Pleite in Folge erlebt. Die Wahl-Berlinerin landet auf dem vorletzten Platz unter den 26 Kandidaten.

Dass Salvador Sobral beim ESC 2017 gewinnt, hatte niemand wirklich auf der Rechnung. Komponistin der Jazz-Ballade ist seine Schwester, die den Song zum Schluss der großen Live-Show gemeinsam mit ihrem Bruder sang.

Die Entscheidung, wer den ESC 2017 gewonnen hat, wird dann nach Mitternacht feststehen. "Musik ist Gefühl", sagt der 27-Jährige, als er die Trophäe, ein gläsernes Mikrofon, überreicht bekommt.

Im Vorjahr hatten noch rund 9,3 Millionen Menschen bei Jamie-Lees letztem Platz vor den Fernsehern gesessen, bei Lenas Sieg 2010 etwa 13,9 Millionen, bei ihrem Wiederauftritt ein Jahr später sogar 14,7 Millionen. Drei Jury-Punkte gibt es aus Irland, von den Zuschauern noch einmal so viele. Auf die Frage nach den Gründen wusste die 26-jährige Sängerin nach der Show in der Nacht zum Sonntag in Kiew keinen Rat.

"Es war trotzdem eine wundervolle Erfahrung, ich hatte so viel Spaß".

Levinas Platzierung dürfte wieder grundsätzliche Diskussionen über Deutschlands Abschneiden bei dem Musikwettbewerb nach sich ziehen. "Costa Cordalis schicken?" Bei der deutschen ESC-Party auf der Hamburger Reeperbahn forderten die Fans, im nächsten Jahr Helene Fischer für Deutschland starten zu lassen. Portugal stach von Anfang an heraus und heimste den sicheren Sieg ein.

Vielleicht etwas zu sagen, aber nichts zum mitreden hatte da indes Italiens Kandidat Francesco Gabbani mit seiner Italopophymne "Occidentali's Karma", die lange Zeit als absoluter Topfavorit auf den Titel gegolten hatte. Starterin Levina wurde Vorletzte und war dabei mit sechs Punkten nur einen Punkt besser als Schlusslicht Spanien. Denn der große ESC-Skandal ist bereits Wochen vor der Glitzerveranstaltung ausgetragen worden - Russland ist nach einem diplomatischen Streit ausgestiegen.

Für Aufregung in der Halle sorgte kurzfristig ein Flitzer, der während des Auftritts von Vorjahressiegerin Jamala mit Australien-Flagge bekleidet die Bühne erklomm, um die Sängerin herumtanzte und der Weltöffentlichkeit schließlich seinen blanken Hintern präsentierte, bevor er von der Security abgeführt wurde. Und schließlich sagte Präsident Petro Poroschenko kurzfristig seinen Besuch des ESC-Finales wegen eines Bombenangriffs mit vier toten Zivilisten in der Ostukraine ab.

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