Weigl verletzt sich in Augsburg offenbar schwerer

Dortmunder Weigl verletzt sich in Augsburg offenbar schwerer. Julian Weigl

Der Ausfall wiegt schwer. "Und wir haben da eine Oase im Trainingszentrum".

Augsburg - Schlechte Nachrichten für Borussia Dortmund: Julian Weigl hat sich beim Spiel gegen Augsburg offenbar eine schwere Blessur zugezogen. Weigl, rechter Unterschenkel eingegipst, lächelt darauf. Auch Weigls Teilnahme am Confed Cup (17. Juni bis 2. Juli) in Russland mit der Nationalmannschaft ist ausgeschlossen. "Und wenn das nicht gelingt, dann hat man eben ein hartes Stück Brot zu nagen", meinte Thomas Tuchel anschließend ohne jeden Vorwurf.

Weigl (21) wird dem BVB im Saisonfinale um Platz 3 gegen Werder Bremen am Samstag und im Pokalendspiel gegen Eintracht Frankfurt fehlen. Alles andere werde "ausgeblendet und muss ausgeblendet werden bis nach der Saison".

Am Spieltag also galt es den Beweis anzutreten, dass diese Unstimmigkeiten die Mannschaft nicht entscheidend benachteiligen auf dem Weg auch zum DFB-Pokalfinale in zwei Wochen; dass die Beziehung zwischen Trainer und Spielern nicht ebenso ramponiert ist wie die zwischen Tuchel und Watzke. In Augsburg reichte es nach einer extrem unruhigen BVB-Woche dagegen nur zu einem Punkt, den Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang kurze Zeit nach dem FCA-Führungstor von Alfred Finnbogason mit seinem 29. Ein Spieltag, sagte Tuchel am Samstag, sei ein guter Tag: "Da sind wir maximal abgelenkt". Tuchel war derweil darum bemüht, entgegen anderslautenden Darstellungen das Team und sich als intakte Einheit zu beschreiben. Ohnehin sei es "im Zentrum des Sturms oft am ruhigsten". Zu einer anonymen Spieleraussage, das Verhältnis Trainer-Profis sei nicht so intakt, sagte Reus vielsagend: "Dazu kann ich nichts sagen, kein Kommentar". "Wir arbeiten professionell miteinander". Und so war es gewissermaßen ein typischer Dortmunder Auftritt für diese Saison: gut, aber nicht ganz gut genug. Wir haben die Riesenmöglichkeit, einen Titel zu gewinnen.

Weigl war gegen Augsburg nach knapp 20 Minuten infolge eines Zweikampfs mit großen Schmerzen auf dem Rasen liegen geblieben. "Ein Knacken war dabei", berichtete Reus.

"Das ist ein Verlust, den wir eins zu eins nicht kompensieren können", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel: "Wenn Julian in der Mitte spielt, ist der Ball von A nach B eine halbe Sekunde schneller da, als wenn er nicht spielt". Der äußerte sich in Augsburg ebensowenig zum Thema Tuchel wie Sportdirektor Michael Zorc. Deren Trainer Manuel Baum denkt aber im finalen Alles-oder-nichts-Spiel bei den Hoffenheimern in erster Linie an Selbsthilfe: "Mit der Relegation beschäftigen wir uns nicht".

Related:

Comments

Latest news

Bartra zurück im BVB-Kader, Augsburger Keeper Hitz fällt aus
Nach einem klasse Konter über Konstantinos Stafylidis, Daniel Baier und Max scheiterte Finnbogason noch an Roman Bürki (17.). Noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte verpasste der Gabuner nach einer Flanke Dembelés per Kopf sogar die Führung.

Horrorcrash in der NASCAR-Serie
Der US-Amerikaner ist außer Lebensgefahr, welche Verletzungen sich der 33-Jährige zugezogen hat, teilt sein Team nicht mit. Patricks Wagen fängt Feuer, die Pilotin kann sich aber schnell befreien, auch Logano kommt mit dem Schrecken davon.

Internet Kriminalität International: Weltweite Cyber-Attacke trifft Zehntausende Computer - BKA ermittelt
Der Experte sei ein "Held durch Zufall", sagte auch Ryan Kalember von der IT-Sicherheitsfirma Proofpoint der Zeitung "Guardian". So waren bei Telefónica und dem Energiekonzern Iberdrola in Spanien oder der Deutschen Bahn auch nur Randsysteme betroffen.

Kurz will eine völlig neue ÖVP
Burgenlands Landeschef Hans Niessl warf Kurz Arbeitsverweigerung vor und den Eurofighter-U-Ausschuss zudrehen zu wollen. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl warf Bundeskanzler Christian Kern vor, "Angst vor dem Wähler" zu haben.

Medikamente verhindern, dass HIV-Infektionen zu einer Aids-Erkrankung führen
Berlin - Mit einer bundesweiten Kampagne will die Deutsche Aids-Hilfe dazu motivieren, möglichst früh einen HIV-Test zu machen. "Dass Menschen eine potenziell tödliche Krankheit bekommen, die sich längst vermeiden lässt, dürfen wir nicht hinnehmen".

Other news