Wirtschaft | Schäuble zuversichtlich zu Griechenland-Hilfen

United States Secretary of the Treasury Steven Mnu

In der G7 sind die sieben größten westlichen Industrieländer vereint.

US-Präsident Donald Trump will die Wirtschaft mit einer radikalen Steuerreform ankurbeln. Davor ringen ihre Finanzminister um eine Linie - auch zu Steuern.

Bari - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat am Rande des G7-Finanzminister-Treffens Hoffnungen auf eine rasche Beilegung des Streits um Reformen und Schulden in Griechenland genährt.

"Natürlich habe ich immer Sorgen", sagte Schäuble. Sie seien immer noch die größte Wirtschafts- und politische Macht sowie der beste Verbündete für Europa. "Es gibt noch nicht genug Klarheit", sagte sie am Rande des G7-Finanzministertreffens im italienischen Bari. Allen sei bewusst, dass eine solide Steuerbasis wichtig sei für staatliche Leistungen. Dazu soll unter anderem die Körperschaftsteuer von 35 auf 15 Prozent gedrückt werden. Diese zahlen börsennotierte Konzerne auf ihre Gewinne. Auch Großbritannien will im Zuge des EU-Austritts (Brexit) die Unternehmen entlasten, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Die USA müssten die globale Wirtschaft und Politik in einer "nachhaltigen Weise" führen. Zuletzt blockierten die USA im Kreis der Top-Wirtschaftsmächte ein Bekenntnis zu freiem Handel. Das Treffen fand vor Beginn der offiziellen Beratungen der G7 statt. Das Thema Handelsprotektionismus soll demnach hingegen als "Chefsache" erst beim G7-Gipfel in zwei Wochen in Taormina behandelt werden.

Umstritten sind auch Forderungen der Europäer zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft. Dabei geht es darum, dass Internetkonzerne wie Google oder Facebook auch dort Steuern zahlen, wo sie Daten beziehen und damit Geschäfte machen. Schäuble ergänzte, außerdem werde es um die Frage gehen, welche globalen Schlussfolgerungen in der Steuerpolitik aus der Digitalisierung der Wirtschaft gezogen werden sollen.

Zur G-7-Gruppe gehören die USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada. Ein hochrangiger Vertreter des Währungsfonds signalisierte die Umrisse der sich abzeichnenden politischen Lösung nach Gesprächen zwischen Athens Gläubigern vor dem Treffen: Der IWF scheint zu einem Kompromiss über die Ausgestaltung der Erleichterungen bereit zu sein, will aber nach wie vor in seinen Augen glaubwürdigere Wirtschaftsziele festschreiben.

Die Euro-Partner hatten sich vor einem Jahr auf ein neues Rettungspaket von bis zu 86 Milliarden Euro für Griechenland verständigt und als Gegenleistung weitere Reformen verlangt.

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