Biennale in Venedig: Triumph für deutsche Künstler

Installation der Künstlerin Anne Imhof im Deutschen Pavillon in Venedig

Die deutschen Künstler Anne Imhof und Franz Erhard Walther sind bei der Kunst-Biennale in Venedig am Samstag mit Goldenen Löwen geehrt worden. "Damit prämiert die Biennale zwei Künstler, die auf jeweils ganz unterschiedliche Weise zum Nachdenken über Grenzen und Möglichkeiten von Kunst und Gesellschaft einladen und den Betrachtenden in das Kunstwerk selbst einbeziehen", sagte Gabriel in einer Mitteilung.

Franz Erhard Walther ist 1939 in Fulda geboren, er hat hier bereits in den 1950er Jahren im "Jungen Kunstkreis Fulda" erste künstlerische Akzente gesetzt und ist nach erfolgreichen Stationen im In- und Ausland seit seiner Emeritierung als Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg im Jahre 2005 wieder Fuldaer Bürger.

Eine Performance, die überzeugte: Besucher während Anne Imhofs "Faust".

Kuratiert wird der Pavillon von Susanne Pfeffer vom Fridericianum in Kassel. Der von der Frankfurter Künstlerin Anne Imhof gestaltete deutsche Pavillon bekommt den Goldenen Löwen als bester nationaler Beitrag. Der Deutsche Franz Erhard Walther aus Fulda wurde als bester Künstler ausgezeichnet.

Das Besondere und Spannende an Franz Erhard Walthers Werken seien die "Einladungen zu einem inneren Handeln des Betrachters bzw. des Benutzers", so Wingenfeld. In dem Gebäude wird die etwa fünf Stunden lange Performance "Faust" gezeigt. Der 77-jährige Walther stellt ein grossformatiges Werk aus Textil aus.

Gleichzeitig gab sie ihrer Hoffnung Ausdruck, dass OB Wingenfeld in seiner Funktion als Fuldaer Kulturdezernent auch künftig die örtliche Kunstszene aktiv unterstützen und ihr so eine gewisse Unabhängigkeit verleihen möge. Zuletzt hatte Christoph Schlingensief 2011 posthum den "Goldenen Löwen" für den deutschen Pavillon bekommen. Damit erhält Deutschland den Hauptpreis für den besten nationalen Beitrag, wie die Biennale mitteilte. 2013 erhielt der deutsch-britische Künstler Tino Sehgal den Goldenen Löwen als bester Künstler. Sein Werk hätte eine "radikale und komplexe Natur", so die Jury. Die Veranstaltung gilt als eine der wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst.

Etwa 120 Künstler aus 51 Ländern zeigen darin ihre Werke, darunter neben Walther drei weitere deutsche Künstler: Michael Beutler, Andy Hope und Fiete Stolte (alle arbeiten in Berlin). Neben der Hauptausstellung präsentieren mehr als 80 nationale Pavillons die Beiträge ihrer Länder.

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