Deutschland gewinnt bei Eishockey-WM gegen Italien

Edmontons Starspieler Leon Draisaitl schiebt nach dem Aus Frust

Ab zu Mama Sandra: Vor dem Showdown gegen Lettland wird NHL-Star Leon Draisaitl am Muttertag daheim gepflegt. Einen Tag nach dem unglücklichen 2:3 nach Verlängerung gegen Dänemark zeigte Deutschland erstmals mit NHL-Jungstar Draisaitl in dessen Heimatstadt Köln die erhoffte Reaktion. Das Team gewann mit 4:1 gegen Italien. "Das hat er sich auch verdient". Draisaitl zu möglichem Druck angesichts der Erwartungen der Zuschauer in Köln: "Ich denke, dass man immer Druck hat, wenn man ein guter Spieler sein will".

Immer wieder feierten sie den Weltklassespieler mit Sprechchören, immer wieder grüßte der Jetlag-geplagte, aber emotional aufgewühlte Draisaitl in die Menge. Ich bin hier in Köln aufgewachsen, war und bin Fan der Haie. Draisaitl zur besonderen Situationen, bei einer WM in seiner Heimatstadt aufzulaufen: "Ich habe hier angefangen, Eishockey zu spielen und habe viel gelernt". Mit dem Sieg wahrte die Auswahl des DEB ihre Chance auf das Viertelfinale, beim Vorrundenabschluss am Dienstag geht es gegen Lettland um alles oder nichts. "Man kann das als Achtelfinale sehen". Draisaitl zur Aussicht auf das Endspiel gegen Lettland um die Viertelfinal-Teilnahme: "Es ist klar, dass das Lettland-Spiel das Wichtigste für Deutschland bei diesem gesamten Turnier wird".

Entscheidenden Anteil daran hatte der vermeintliche Heilsbringer auch dank seiner Mutter. Draisaitl zu den Flug-Strapazen und dem Spiel direkt am Abend nach der Landung: "Ich fühle mich ganz okay". "Es ist natürlich logisch, dass ich nicht bei 100 Prozent bin und nicht ganz ausgeruht bin".

Den rotblonden Bart, gediehen durchs Vorankommen in den Playoffs, hatte er bis Samstagabend auch deshalb noch nicht rasieren wollen, "weil die WM hier für mich gewissermaßen die dritte Runde ist". Draisaitl bekam vom Coach dafür liebend gerne eine Sonderrolle zugestanden. "Leon kann den Unterschied machen", hatte Sturm noch vor dem Spiel prophezeit. "Leon gibt uns qualitativ einen ganz großen Schub nach vorne".

Auch Draisaitls Sturmpartner Matthias Plachta, der den zweiten Treffer schoss (19.), war begeistert.

Es funktionierte gegen Italien, muss nun aber auch im ungleich schwierigerem Duell mit den bislang überraschend starken Letten klappen. "Es ist wie im Basketball, wenn Dirk Nowitzki nach Deutschland kommt", meinte Sturm, dem Draisaitl den deutschen NHL-Punkterekord in dieser Saison abnahm. "Es wird ein enges, hartes Spiel werden und ich erwarte einen großen Kampf". Verliert das DEB-Team, ist die WM nicht nur für ihn schon wieder vorbei. Draisaitl zum Eindruck vom Team: "Wir haben eine supercoole Truppe zusammen". Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage Spaß haben. "Trotz der Niederlage vom Vorabend haben nach seiner Ankunft alle gelächelt", berichtete der Bundestrainer Marco Sturm. "Der Sieg heute, das Ankommen von Leon und Philipp - das ist alles positiv", sagte Kapitän Ehrhoff. Gegen Italien saß Grubauer aber nur auf der Bank.

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