Deutschland: Verteidigungsministerin begibt sich auf Spuren von Franco A.

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Leyen relativierte später ihre Generalkritik und betonte, die übergroße Mehrheit der Soldaten verrichte einen tadellosen Dienst.

Es war an einem Vormittag im Februar 2016, als ein Soldat der Bundeswehr einen erschreckenden Einblick in seine Gedankenwelt offenbarte.

Der CDU-Verteidigungspolitiker Henning Otte befürchtet, dass der terrorverdächtige Bundeswehroffizier Teil einer Gruppe von Soldaten mit rechtsextremer Gesinnung war.

Kanzlerin Angela Merkel hatte am Vormittag ihre Unterstützung zugesichert. Und er forderte seinen Kameraden "energisch auf, darüber nachzudenken, ob das für ihn nicht auch alles im Zusammenhang stünde und dem einzigen Ziel dienen würde, die deutsche Rasse zu kastrieren'". Der Militärische Abschirmdienst (MAD) wiederum bearbeitet derzeit 280 Verdachtsfälle aus dem Bereich Rechtsextremismus. Der 28-jährige Deutsche soll in der Bundesrepublik als syrischer Flüchtling registriert worden sein. Auch die anderen Verfahren, an denen sie mitgewirkt haben, wolle man unter Leitung der Bamf-Innenrevision untersuchen, sagte ein Ministeriumssprecher. Grund sei, dass es sich um eine interne Veranstaltung handele, begründete ein Sprecher die Entscheidung. Es gebe offenbar "keine Ebene der Supervision" für derartige Entscheidungsabläufe.

Ein rechtsextremer Soldat, der sich als Flüchtling ausgibt, womöglich einen Anschlag plant, schreckt die Öffentlichkeit auf und auch die Truppe. Der Soldat habe die Patronen vermutlich bei Schießübungen beiseite gebracht. Hierbei bezog er sich auf den Standort Illkirch. Neben der Liste fanden die Ermittler auch einen Notizzettel, der von Franco A. stammen soll. Aber gegen wen und was eigentlich genau?

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen rechnet damit, dass nach den Enthüllungen über den terrorverdächtigen Offizier Franco A. weitere rechtsextreme Vorfälle in der Bundeswehr ans Tageslicht kommen werden. Im Sender Bayern 2 räumte er ein, dass die Truppe "jede Menge Probleme" habe. Die Krim, Mali und Reformen im Rüstungsbereicht hätten "viel Kraft und Aufmerksamkeiten gekostet". Sie wünschte, sie hätte diese Sätze am Wochenende in dem Fünf-Minuten-Interview über den Rechtsextremisten vorweggesagt. Es tut mir leid, dass ich es nicht getan habe.

Von der Leyen liess sich im ZDF zu einer Attacke auf ihre eigenen Truppen hinreissen.

In der Spitze der Unionsfraktion und in der CDU-Zentrale war man am Freitag jedenfalls erleichtert über die Entschuldigung. Daher müsse nun aufgeklärt werden, ob es bei der Bundeswehr einen "übertrieben Korpsgeist" gebe. Begleitet wurde die Verteidigungsministerin von Generalinspekteur Volker Wieker.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bleibt weiter in der Schusslinie - soll jetzt sogar zum Bundestags-Rapport!

Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Quelle Firmenname) verantwortlich. Von der Leyen will die Bundeswehr "entrümpeln". Sie setze "alles daran, zum Wohle der Truppe Fehler und Versäumnisse aufzuklären".

An diesem Donnerstag will sich von der Leyen mit rund 100 Generalen und Admiralen treffen. Der festgenommene Offizier sei kein "einsamer Wolf". "Wir müssen unsere Werte in die Breite tragen", so von der Leyen. Der Koalitionspartner SPD zumindest hat ebenso wie die Opposition offenbar nicht vor, sie so schnell wieder in Ruhe zu lassen. Die Bundeswehr gehöre "zu den Erfolgsgeschichten des demokratischen Deutschland".

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