Formel 1: Hamilton startet vor Vettel

Sebastian Vettel musste seinen Ferrari zwischendurch abstellen

In der WM-Gesamtwertung haben sich Vettel und Hamilton nach seinem 55. Der Red-Bull-Pilot profitierte dabei allerdings vom Ausfall des zweiten Mercedes-Piloten Valtteri Bottas (Finnland/Motorschaden) sowie von der Kollision zwischen Kimi Räikkönen (Finnland/Ferrari) und Vorjahressieger Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) in Runde eins, die dabei Aufhängungsbrüche an ihren Boliden erlitten und ausschieden.

ÜBERHOLEN: Um die Überholmöglichkeiten zu erhöhen, hat die Rennleitung für den Grand Prix die DRS-Zone auf der Start- und Zielgeraden verlängert.

Vor dem fünften Saisonlauf führt der zweimalige Saisonsieger Vettel (86 Punkte) mit 13 Zählern vor Hamilton, der sich in Spanien für den enttäuschenden vierten Platz vor zwei Wochen in Sotschi revanchieren will. Russland-Sieger Bottas (63), an dessen Wagen ebenfalls der Motor getauscht werden musste, ist Dritter vor Räikkönen (49). Pole-Position seiner Karriere. "Es war ziemlich intensiv für uns nach dem Training". Auch der in dem Ranking führende Rekordchampion Michael Schumacher (D/68 Poles) ist für Hamilton in Reichweite.

"So muss Racing sein", meinte Hamilton, dem das Duell mit dem Deutschen trotz aller Anstrengungen sichtlich Freude gemacht hatte: "Das ist eines der härtesten Rennen".

Hamilton feiert bewegt seinen gegen Blitzstarter Vettel hart erkämpften Spanien-Sieg und widmet ihn am Muttertag seiner Mutter Carmen. Um gerade einmal 51 Tausendstelsekunden hatte Vettel wegen eines Verbremsers in der Qualifikation noch Startplatz eins verpasst. "Auch Kimis Crew hat ausgeholfen", berichtete Vettel. "Das war eine großartige Leistung". Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo schaffte es als Dritter noch auf das Podium.

"Das war definitiv ein gutes Qualifying für uns". "Platz sieben ist ein Geschenk", sagte er. "Hoffentlich kommen wir morgen in die Punkte". Der 35-Jährige hat als einziger der 20 Fahrer bei keinem Rennen das Ziel erreicht. Der Mercedes-Star triumphierte am Sonntag in Montmelo zum zweiten Mal heuer nach Shanghai, Ferrari-Mann Vettel blieb Platz zwei und die WM-Führung. Im Eilverfahren bewältigte die Mannschaft die Aufgabe, die normalerweise laut Vettel mindestens drei Stunden Zeit verschlingt. Er muss gewinnen, um WM-Spitzenreiter Vettel nicht davonziehen zu lassen. Der Vierfach-Weltmeister fuhr aber weiter. "Das war natürlich besser so", kommentierte Vettel. Da war der Finne dann nur in der Endphase auf der Strecke, mehr als sieben Runden gingen sich nicht mehr aus. "Ich konnte nichts machen".

MAX VERSTAPPEN: Der Sensationssieger des Vorjahres gibt sich realistisch. "Ich habe wirklich gepusht so gut es ging", sagte Vettel: "Es war sehr, sehr knapp, ich habe alles versucht, aber er ist einfach davongeflogen". Er erkannte dennoch einen Aufwärtstrend an diesem Wochenende, was die Performance des Red Bull angeht.

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