Frankreich: Macron offiziell ins Amt eingeführt

Hollande und Macron

Doch seine europapolitischen Forderungen stoßen in Deutschland auf ein geteiltes Echo. Das Land leidet seit Jahren unter einer hohen Arbeitslosigkeit und war in den vergangenen Jahren das Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge.

Der vor einer Woche gewählte Emmanuel Macron schreitet während seines offiziellen Amtsantritts über den roten Teppich. Er wolle den Franzosen "Selbstvertrauen" und die "Lust auf die Zukunft" wiedergeben. Die Franzosen hätten sich für die "Hoffnung und den Geist der Eroberung" entschieden. Am Sonntag war der neue Präsident dann allein vor hunderten Franzosen, die ihm trotz des regnerischen Wetters zujubelten.

Nur Minuten nach seinem Abgang übernahm Hollande wie gewohnt die Rolle politischer Kommentatoren und zog selbst das Fazit seiner Amtszeit: "Ich lasse Frankreich in einem weit besseren Zustand zurück, als ich es vorgefunden hatte".

Der 39-jährige Ex-Investmentbanker verabschiedete seinen Vorgänger Francois Hollande am Sonntag bei einer Zeremonie im Pariser Elysee-Palast. Hollande war wegen schlechter Umfragewerte nicht wieder angetreten. Dabei berief sich Hollande darauf, dass ihm Macron bis 2014 als Kabinettschef gedient und anschließend als Wirtschaftsminister der SP-Regierung bis August 2016 amtiert hatte. Er wird damit auch Oberbefehlshaber der französischen Armee und erhält das Kommando über die Atombomben des Landes.

Zu der traditionellen Zeremonie gehören auch 21 Kanonenschüsse.

Eine Reiter- und Motorrad-Eskorte der Republikanischen Garde begleitete ihn.

Mit einer Botschaft des Optimismus hat der neue französische Präsident Emmanuel Macron sein Amt angetreten. Der künftige Präsident habe sich zu keinem Zeitpunkt des Wahlkampfs für Eurobonds ausgesprochen, sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Macron legte anschließend einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten am Pariser Triumphbogen nieder. Am Montag reist Macron zu seiner ersten Auslandsreise als Staatschef zu Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin. Frankreich ist Deutschlands engster EU-Partner. Er will die Währungsunion weiterentwickeln und einen eigenen EU-Haushalt. Zuvor wird er noch seinen Premierminister ernennen - eine mit großer Spannung erwartete Personalie.

Die Benennung des neuen Regierungschefs gilt als richtungsweisend für den Wahlkampf vor den Parlamentswahlen im Juni. Französische Medien handeln den konservative Bürgermeister der Hafenmetropole Le Havre, Édouard Philippe (46), als heißen Kandidaten, aber auch andere Namen wurden genannt.

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