Jemen: Zahl der Choleratoten auf 115 gestiegen

Sanaa Jemenitische Männer mit Verdacht auf Cholera werden in einem Krankenhaus in Sanaa behandelt

Im Bürgerkriegsland Jemen breitet sich die Cholera weiter rasant aus - innerhalb weniger Tage stieg die Zahl der Cholera-Toten auf 115.

In der Hauptstadt Sanaa wurde laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters der Notstand erklärt. Das Gesundheitsministerium rief Hilfsorganisationen am Sonntag in Sanaa auf, dem Land zu helfen. Das Internationale Rote Kreuz, das sich auf Gesundheitsministerium in Sanaa beruft, sprach sogar von 115 Toten und mehr als 8500 Verdachtsfällen. Mehr als 8.500 Verdachtsfälle wurden gemeldet worden sein.

Mindestens 51 Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Ende April an Cholera gestorben.

Ein Streik der Müllabfuhr trug zu der Ausbreitung der Cholera bei. Etwa 7,6 Millionen Menschen leben im Jemen der WHO zufolge in Gebieten, die einem hohen Risiko einer Cholera-Übertragung ausgesetzt sind.

Nur wenige medizinische Einrichtungen funktionieren noch in Jemen. Tagelang lagen verrottende Abfälle in den Straßen, die Müllwerker verlangten die Auszahlung ausstehender Löhne. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung haben nach Angaben der UN keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Im Jemen kämpfen seit Anfang 2015 die schiitischen Huthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten, gegen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Eine internationale Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens versucht, die Aufständischen zu vertreiben. Extremistengruppen wie Al-Kaida und der Terrormiliz "Islamische Staat" (IS) machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht in dem Land auszuweiten.

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