Microsoft schickt XP-Patch gegen WannaCry los

Verschlüsselungstrojaner Wanna Cry: Wanna Cry legt auch die Anzeigetafeln an deutschen Bahnhöfen lahm

Der Schädling wurde auf den Namen "WannaCry" getauft. Dadurch konnte sich das Schadprogramm binnen weniger Stunden weltweit ausbreiten und erreichte ein für Lösegeld-Software beispielloses Ausmass.

Die Schadsoftware nutzte eine bereits bekannte Sicherheitslücke von Microsoft Windows, für die es auch bereits ein Update gibt.

Welche Computer werden von WannaCry angegriffen? Ein Umstieg auf das Betriebssystem Linux etwa sei eine kostenlose und sicherere Alternative als Windows XP. Er hält es für wahrscheinlich, dass mehrere Personen für den Cyber-Angriff verantwortlich sind.

Das ist derzeit noch nicht bekannt.

Gehackte Fahrplanauskunft im Hauptbahnhof Leipzig: Weltweit sind auch andere Großunternehmen wie Telefonica, Renault und Nissan betroffen. Es könnte sein, sofern es ein politisches Motiv gibt, dass Aktivisten die Herausgabe der geheim gehaltenen Sicherheitslücken von Behörden wie dem US-amerikanischen Geheimdienst NSA fordern, mutmaßt Beckedahl. Generell sollten auch das Betriebssystem sowie Anwendungen immer auf dem neuesten Stand gehalten und Updates der Hersteller installiert werden. Die besagte Schwachstelle ist Teil eines geleakten NSA Hacking Tools einer Gruppe namens "The Shadow Brokers" (Codename "Eternalblue"). Die machte das Problem öffentlich - und ermöglichte damit wohl den aktuellen Cyber-Angriff.

Wie schütze ich mich vor der Ransomware WannaCry? . "Der Mechanismus der Weiterverbreitung der Schadsoftware wird durch den Software-Patch von Microsoft vom 14. März 2017 (MS17-010) verhindert", so das BSI. Eine neue Version von WannaCry könnte diesen Kill Switch nicht mehr enthalten. Dies ist erst seit dem Wochenende der Fall. Diese war bereits im März geschlossen worden. Die Malware gelangt über E-Mail-Anhänge in die Systeme und breitet sich rasend schnell aus, wenn Nutzer darauf klicken. Außerdem ist es sinnvoll, einen aktuellen Virenschutz zu verwenden.

Wenn es sich in diesen Fällen nur um private Rechner handeln würde, dann könnte man das noch irgendwie unter "die Nutzer wussten es halt nicht besser" ablegen, auch wenn man selbst bei privaten Nutzern inzwischen doch eigentlich ein gewisses Problembewusstsein erwarten dürfte.

Ein Glücksfall hat dazu geführt, dass die Angriffswelle in der Nacht zum Samstag gestoppt werden konnte. Eine weitere massenhafte Ausbreitung der Schadsoftware sei offenbar vermieden worden, sagte ein Europol-Sprecher in Den Haag. Experten rechnen damit, dass noch weitere hinzukommen, wenn am Wochenanfang zahlreiche Systeme, die über das Wochenende nicht genutzt wurden, gestartet werden.

Damit ist die Gefahr allerdings nicht gebannt.

WannaCry? Wenn der IT-Sicherheit zum Heulen zumute ist.

Die Institutionen und Agenturen der Europäischen Union sind nach Angaben eines EU-Kommissionssprechers bisher nicht von der weltweiten Cyber-Attacke betroffen.

Was tun, wenn es mich trifft?

Die Angreifer haben straffe Fristen gesetzt: Jetzt wollen sie 300 US-Dollar für die Entsperrung, ab dem 15. Mai das Doppelte - und am 19. Mai werden alle Daten angeblich gelöscht.

Ist Euer Computer hingegen infiziert, solltet Ihr davon absehen, das geforderte Lösegeld zu zahlen, da überhaupt nicht klar ist, ob der Computer danach entsperrt wird. Nur so ist gesichert, dass eine Erpressersoftware nicht auch diese Daten verschlüsselt.

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