Ärger um Tuifly belastet Tui

Der späte Ostertermin und der Ärger um Tuifly haben Tui im Winterhalbjahr gebremst

Aber Tui muss sich auch mit einer Altlast vom Herbst herumschlagen.

Der späte Ostertermin und der Ärger um Tuifly haben Tui im Winterhalbjahr gebremst. Euro zulegen. Das Plus erreichte TUI jedoch nur dank den Sparten Hotels&Resorts und Kreuzfahrten.

Die Buchungen für das Land sollten dieses Jahr insgesamt nicht mehr fallen, sagte TUI-Chef Fritz Joussen am Montag. Denn im Gegensatz zum Veranstaltergeschäft warfen diese von Oktober bis März ordentlich Profit ab. Der Ferienflieger Tuifly bekam Anfang Oktober 2016 wegen fehlender Crews kaum noch Flugzeuge in die Luft. Piloten und Flugbegleiter wurden lange im Ungewissen gelassen, ließen sich krankschreiben und zahlreiche Flüge fielen aus. Tui musste rund 3000 Reiseverträge kündigen, die meist mehrere zusammen reisende Menschen betrafen.

Diese Flugausfälle kosteten den Reisekonzern 24 Mio.

Die vorbereitenden Gespräche mit der EU-Kommission seien fast abgeschlossen, danach werde die Genehmigung beantragt, erklärte Joussen. Der Tuifly-Niki-Deal ist Teil der Rettungspläne für die hochverschuldete Air Berlin.

Der TUI-Konzern meldet für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2016/2017 einen Umsatzzuwachs von 6,18 Milliarden Euro auf 6,38 Milliarden Euro.

Auch deshalb zeigte sich Joussen zuversichtlich, den bereinigten operativen Gewinn im Geschäftsjahr bis Ende September wie geplant um mindestens zehn Prozent zu steigern. Unter dem Strich schrumpfte der Verlust im ersten Geschäftshalbjahr dadurch um 19 Prozent auf 363 Millionen Euro.

Zugute kam Tui, dass sich hohe Abschreibungen auf die Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd nicht wiederholten, wie ein Konzernsprecher sagte. Und die für Reiseveranstalter nicht ungewöhnlichen roten Zahlen im schwachen Wintergeschäft?

Der Buchungsstand für die wichtige Sommersaison entspreche aber den Erwartungen und die Zahl der Gäste liege vier Prozent höher. Beim Umsatz liege das Plus sogar bei acht Prozent. Die starke Nachfrage nach Griechenland, Spanien, den Kapverden, Zypern und den Fernreisezielen wie der Karibik gleiche die niedrigeren Buchungen für die Türkei und Ägypten aus. Im Türkei-Geschäft erwartet Joussen nach dem Einbruch von 2016 keinen weiteren Rückgang.

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