Spanien: Real Madrid zieht ins Champions League-Finale ein

Niguez bringt die Gastgeber früh in Führung (12.), Griezmann kann per Elfer sogar erhöhen (16.), doch Isco macht Atletico mit dem Auswärtstor den Garaus (42.).

DAS STADION: Im Vicente Calderón ist Atlético eine Macht.

Es war der Anschlusstreffer zum 2:1 - und de facto das Tor, das den Elan Atléticos dämpfte. Der Club zieht nach dem Sommer um, das Stadion am Manzanares-Ufer wird gut 50 Jahre nach der Einweihung abgerissen. Für Real Madrid traf kurz vor Ende der ersten Halbzeit Isco. "Jedes Spiel gegen Atlético ist schwierig, weil sie ein tolles Team sind, aber wir wissen, wie man sie schlägt". In der Champions League 2014 (4:1 n.V.) und 2016 (5:3 i.E. nach 1:1 n.V.) feierten Superstar Cristiano Ronaldo, der in der Vorwoche mit seinem Triple-Pack beim 3:0 der große Matchwinner war, und seine Kollegen jeweils Finaltriumphe über Atlético, das dazwischen auch in einem engen Viertelfinale 2015 mit dem Gesamtscore von 0:1 das Nachsehen hatte.

Doch am Mittwochabend brannte Atleti vor heimischer Kulisse im Estadio Vicente Calderon in der Anfangsphase eine wahren Feuerwerk ab und setzten Real energisch unter Druck. Und es kam zunächst noch besser für Atlético: Raphaël Varane foulte Fernando Torres im Strafraum und Griezmann ließ sich die Elfmeter-Gelegenheit nicht entgehen. "Schaut, was Barcelona nach einem noch schlechteren Resultat erreicht hat", erinnerte Atlético-Kapitän Gabi auch noch an das jüngste Rekord-Comeback von "Barca". Kurz vor der Pause wurde es auch vor dem Tor wieder wild: Karim Benzema spielte an der Grundlinie gleich drei Gegner aus und passte in die Mitte. Er bediente von der Grundlinie aus Toni Kroos, dessen Kick Jan Oblak im Tor Atleticos mit einem prächtigen Reflex abwehrte. "Ich bin so stolz auf das Team und nun werde ich mich weiter meiner Genesung widmen", liess er auf seinem Social-Media-Profil verlauten.

Der Mannschaft von Trainer Zinedine Zidane gab der Treffer dagegen zusätzliche Sicherheit. Saúl Ñiguez hatte sich nach einem Eckball von Koke am ersten Pfosten freigelaufen und per Kopf getroffen - 1:0 nach zwölf Minuten.

Am Wochenende mussten für beide Stadtrivalen die jeweiligen Begegnungen in der Primera Division als Generalproben für das Spiel am Mittwoch herhalten. Später vergaben Gameiro (77.) und Griezmann (90.+2).

Nochmal 7. Minute: Yannick Carrasco dribbelte sich anschließend in der Real-Abwehr fest. Dafür müsste der derzeit am Oberschenkel verletzte Juve-Star Khedira jedoch rechtzeitig wieder fit werden.

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