Weigl fällt mit Verletzung drei bis vier Monate aus

Verletzt

Der defensive Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund erlitt am Samstag im Bundesliga-Spiel beim FC Augsburg (1:1) einen Bruch des rechten Sprunggelenks und wird drei bis vier Monate lang ausfallen. Es scheint einsam zu werden um Thomas Tuchel in diesen Tagen, die noch so viel Schönes bringen sollen.

Augsburg. Die schwere Verletzung von Julian Weigl (21) hat beim Dortmunder 1:1 in Augsburg alles andere überlagert. "Das ist ein Verlust, den wir nicht kompensieren können", sagte Trainer Thomas Tuchel, "wenn Julian spielt und der Ball von A nach B muss, dann ist der Ball eine halbe oder eine ganze Sekunde schneller dort". Weg von der leidigen Diskussion über seine Zukunft, weg von der sportlichen Lage, die durch das Unentschieden bei den nun fast geretteten Augsburgern und den Knöchelbruch von Schlüsselspieler Julian Weigl wieder etwas schwieriger geworden war.

Mit 61 Zählern geht die Borussia punktgleich mit 1899 Hoffenheim in den Kampf um Platz drei und die direkte Qualifikation für die Champions League.

Mitspieler Marco Reus: "Das ist extrem bitter". Vor allem die flotte linke Seite mit Philipp Max stellte die Gäste immer wieder vor Probleme.

Zur Erinnerung: Zwischen Tuchel und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gibt es seit Wochen einen "Dissens", den Watzke in einem WAZ-Interview vor einer Woche zugab. Tuchel benutzte das Wort selbst im Januar, um das Zusammenwirken mit Watzke und Sportdirektor Michael Zorc zu beschreiben.

Die Unruhe sei nicht spurlos an den Spielern vorbeigegangen, sagte Reus. Er appellierte an die Kollegen, diese müssten nun "enger zusammenrücken". Auf dem Platz war dieser Wille erkennbar. Alfred Finnbogason (28.) hatte den Außenseiter zwischenzeitlich sogar in Führung gebracht. Nur drei Minuten nach dem 0:1 erzielte Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem 29.

Das Pflichtgefühl für und die Zuneigung zu seiner Mannschaft sind Motive, die Tuchel zuletzt gern thematisiert hat. Ohnehin sei es "im Zentrum des Sturms oft am ruhigsten". Nur: Wie lange noch?

"Wir haben jetzt zwei Endspiele, eins in Dortmund, eins im Pokalfinale in Berlin". Es herrsche "maximales Vertrauen", sagt er, das Trainingsgelände in Dortmund-Brackel sei "eine Oase" für ihn und die Spieler. "Fließend", antwortete er schmunzelnd. Ernster fügte er an: "Ich weiß davon nichts, deshalb bedeutet es jetzt auch nicht so viel".

Große Bedeutung hätte ein weiteres Jahr in der Bundesliga für den FCA - und es ist zum Greifen nah. Die TSG Hoffenheim empfängt den FC Augsburg.

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