Apple übernimmt Experten für künstliche Intelligenz und "Dark Data"

Sprachassistenten wie Siri wirken oft etwas hölzern. Künstliche Intelligenz soll das verbessern

Spätestens mit der Einführung von Siri war das Rennen um künstliche Intelligenz samt Sprachassistenten im Verbrauchermarkt eröffnet. Apple ist keine Ausnahme und hat in den letzten Jahr verschiedene größere und kleinere KI-Spezialisten aufgekauft.

Ein Mega-Merger ist nicht in Sicht und ergibt auch nicht unbedingt Sinn für Apple, doch übernimmt Cupertino weiterhin "von Zeit zu Zeit" kleinere Unternehmen. Etwa 20 Mitarbeiter wurden von Lattice Data durch Apple übernommen - der Kaufpreis soll sich Gerüchten nach um 200 Millionen Dollar bewegen. Lattice Data gibt an, mit der hauseigenen Methode Qualität auf dem Niveau menschlicher Handarbeit zu liefern, jedoch in einer Masse, wie sie nur mit Maschinen zu realisieren sei. Das Unternehmen ist seines Zeichens darauf spezialisiert, mit künstlicher Intelligenz sogenannte "Dark Data" auszuwerten. Apple, Google, Samsung und Co. gehen daher regelmäßig auf Einkaufstour und übernehmen dabei vielversprechende Startups.

Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und hat in Stanford eine Technologie entwickelt, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Ordnung in unstrukturierte ("dunkle") Daten bringt und diese anschließend nutzbar macht.

Es heißt, dass zwischen 70 und 80 Prozent der Daten im Internet unstrukturiert, also "Dark" sind. Nicht von ungefähr verweist die Bezeichnung dieser unstrukturierten Daten auf die "Dunkle Materie" des Universums: Solche, die sich nur durch ihre gravitative Wechselwirkung bemerkbar macht, aber nicht sichtbar ist.

Mit Lattice Data hat sich Apple nun eine weitere Firma gekauft, deren Hauptaugenmerk auf künstlicher Intelligenz liegt. Diese können von Systeme nicht ausgelesen und ausgewertet werden. Vor der Übernahme durch Apple soll Lattice Data auch Gespräche mit Amazon und Samsung geführt haben, um Alexa und Bixby zu verbessern.

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