Dämpfer für deutsches Team bei WM: 2:3 gegen Dänemark

Frederik Tiffels

"Der Frust ist groß". "Wir haben ein gutes Spiel gemacht", erklärte Kapitän Christian Ehrhoff nach dem Spiel, "den einzigen Vorwurf, den man uns machen kann, ist, dass wir das Tor nicht gemacht haben".

Für die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm ist ein Sieg Pflicht, um noch Chancen auf das Viertelfinale zu haben. Generell haben wir gut gespielt. "Wir müssen die beiden letzten Spiele gewinnen", sagte Sturm mit Blick auf die verbleibenden Vorrundenpartien am Samstag (20.15 Uhr/Sport1) gegen Aufsteiger Italien und am Dienstag (20.15 Uhr/Sport1) gegen den direkten Konkurrenten Lettland.

Dabei hatte die Partie in Köln gut für die deutsche Mannschaft begonnen: Yasin Ehliz zog aus der Distanz ab, der dänische Torhüter parierte zwar, doch Patrick Reimer nahm den abgewehrten Puck aus der Luft und traf mit seinem Nachschuss zum 1:0 (9. Minute). Für den WM-Gastgeber von 2018 trafen Frederik Storm (17.) und Morten Poulsen (17.) per Doppelschlag sowie Peter Regin (62.) in der Zusatzspielzeit. Mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch schied der Kölner Verteidiger Moritz Müller aus. Auch Torhüter Philipp Grubauer soll nach dem Aus der Washington Capitals unterwegs sein, um noch im Turnier mitzuspielen. Sein NHL-Kollege Greiss saß nur auf der Bank, weil er wegen einer Oberkörperverletzung "noch nicht bei 100 Prozent" sei, wie Sturm erklärte. Der Deutsche Eishockey-Bund bestätigt den Vorfall. DOSB-Präsident Alfons Hörmann drohte Greiss unverhohlen mit einer Nicht-Nominierung für die Olympischen Winterspiele: "Wer so agiert oder kommuniziert, kann nicht Teammitglied in Pyeongchand sein". "Es ist ein schmaler Grat zwischen Geschmacklosigkeiten und intolerablen Dingen", sagte Hindelang. Der NHL-Profi, der mit seiner amerikanischen Frau in den Vereinigten Staaten lebt, bleibt im WM-Kader. Der Deutschlandfunk hatte berichtet, dass Greiss im sozialen Netzwerk Instagram während des amerikanischen Wahlkampfs den absurden Vergleich von Donald Trump zwischen seiner Kontrahentin Hillary Clinton und Adolf Hitler mit einem "Gefällt-mir"-Button markiert hatte". Mittlerweile hat Greiss sein "Like" wieder zurückgezogen.

Der 21 Jahre alte Draisaitl hatte in der abgelaufenen Saison in der nordamerikanischen Profiliga den Durchbruch zum Superstar geschafft und in den Playoffs 16 Scorerpunkte in 13 Spielen gesammelt. Trainer Sturm entscheidet vor dem Spiel. Im letzten, möglicherweise entscheidenden Vorrundenspiel gegen Lettland am Dienstag ist Draisaitl auf jeden Fall dabei.

Torhüter Danny aus den Birken vom Meister Red Bull München sah einen frühen Rückschlag für das deutsche Team: Müller musste schon nach wenigen Minuten vom Eis und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Related:

Comments

Latest news

Internet - Erpressungs-Trojaner: Daten sichern und nie bezahlen
Das Bundesministerium rief am Wochenende zu Updates auf. gerade ältere Windows-Betriebssysteme, wie Windows XP , seien betroffen. Entsprechende Software ist derzeit bei Cyberkriminellen beliebt - zuletzt machte etwa die Ransomware Locky Schlagzeilen.

Bürgermeisterin in Sex-Skandal verwickelt
Plötzlich taucht der betrogene Ehemann Axel Bachmann (56) mit einer Kamera auf und filmt die eigene Ehefrau beim Schäferstündchen. Ihnen gibt die Bürgermeisterin zu Protokoll, ohne Peilsender hätte ihr Ehemann sie niemals finden können.

Ärger um Massen-Krankmeldungen bei Tuifly belastet Tui
Auch die Flotten der Hapag-Lloyd-Cruises sowie von Thomson Cruises sollten erweitert und modernisiert werden. Beim Umsatz konnte der Reisekonzern jedoch um 3,3 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zulegen.

Luftwaffenstützpunkt Türkei untersagt Bundestagsabgeordneten Incirlik-Besuche
Er kündigte zugleich mögliche Konsequenzen an: "In dieser Lage müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie es weitergeht". Auf den Einsatzalltag der Bundeswehr hat die jüngste Eskalation des Incirlik-Streits zunächst keine Auswirkungen.

Internet - Experten befürchten neue Angriffe nach Stopp der Cyber-Attacke
Betroffen von dem Cyberangriff waren teilweise auch die Videoüberwachung an Bahnhöfen sowie vereinzelt Fahrkartenautomaten. Bei der Attacke nutzte die Schadsoftware eine Sicherheitslücke in nicht aktualisierten Microsoft-Betriebssystemen.

Other news