Deutsche Kinocharts: "King Arthur" kommt an "Guardians" nicht vorbei

Regisseur Guy Ritchie bei der Europapremiere von „King Arthur Legend of the Sword” in London

Dass er dieses durchaus beherrscht, hat er schon mit seinen Interpretationen um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes bewiesen. Seinen "King Arthur" eröffnet er mit donnerndem Schlachtgemetzel: Gewaltige Heere und überlebensgroße Elefantengeschöpfe blasen zum Sturm auf die Festung. Angesichts der feindlichen Übermacht scheint die Verteidigung aussichtslos.

Brillant niederträchtig Jude Law als Arthurs Gegner, der den Tyrann Vortigern mit höfischer Fiesheit verkörpert.

Dessen kleiner Sohn kann gerettet werden und wächst im verruchten Londinium in einem Bordell auf. Sobald er die zweite Hand an den Griff legt, durchfahren ihn neben Blitz und Donner auch verdrängte Kindheitserinnerungen. Im Zuge eines hübsch inszenierten Tumults befreien Rebellen den Todgeweihten. Aber Schwert hin, Schwert her - Arthur pfeift aufs Auserwähltsein.

Mit erfrischendem Eigensinn geht Ritchie an diesen literarisch und filmisch schon gründlich durchgearbeiteten Stoff heran. Er findet heraus, dass der Usurpator die Macht an sich gerissen hat, nachdem er den rechtmäßigen König Uther Pendragon ermordete, seinen eigenen Bruder - und Arthurs Vater... Dass sich der Held zunächst seiner Berufung verweigert und erst seinen Traumata gegenüber sieht, ist nicht die allerneuste Idee, bringt aber Frische in den schwermütigen Mythos.

Charlie Hunnam erdet die Figur mit einer gewissen Natur-Coolness, die einen interessanten Kontrast zur Fantasy-Textur des Filmes bietet. Ritchie entwickelt auf der Leinwand eine enorme visuelle Dynamik, die das Publikum zusammen mit dem vortrefflichen Soundtrack ins Geschehen zieht.

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos (D+OF), Metropolis (D+E).

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