Dynamo Dresden kündigt Aufarbeitung der Vorfälle in Karlsruhe an

Dynamo Dresden kündigt Aufarbeitung der Vorfälle in Karlsruhe an

Nach Krawallen von Anhängern des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden hat Bundesinnenminister de Maizière das Verhalten der Fans verurteilt.

Nach der Randale vor dem Zweitliga-Spiel des Karlsruher SC gegen Dynamo Dresden hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eingeschaltet und ermittelt - gegen beide Vereine. "Begriffe wie 'Krieg' haben mit sportlichen Wettbewerb nichts zu tun", sagte der CDU-Politiker der Heilbronner Stimme (Dienstagausgabe). Wer Ordner und Polizisten attackiert ist in Wahrheit kein Fußballfan und gehört nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel. De Maizière erklärte weiter, er hoffe auf eine schnelle und harte Reaktion der Justiz. Den Angaben zufolge seien 15 Polizeibeamte und 21 Ordner verletzt worden. Nach dem martialischen Auftritt zahlreicher Dynamo-Fans rund um das mit 4:3 gewonnene Spiel beim Karlsruher SC hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes am Montag die Ermittlungen aufgenommen. Und die Zuschauerzahl lässt sich leicht prognostizieren: 2004 Tickets wurden in Dresden verkauft, auf Karlsruher Seite kommen 3279 Sitzplatz-Dauerkarteninhaber, einige Rollstuhlfahrer und gut 600 Inhaber von VIP- und Logenplätzen hinzu. Zudem soll ein Großteil der rund 2000 Schlachtenbummler in Camouflage-Shirts mit der Aufschrift "Football Army Dynamo Dresden" sowie der dazugehörigen Gesichtstarnung und Mütze den Eingangsbereich überrannt und die Imbissstände im Gästebereich geplündert haben (wir berichteten). In einer Stellungnahme erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge am Montag, man distanziere sich als Verein von jeder Form von Gewalt und verurteile auch Spruchbänder, die dazu aufrufen.

"Jede verletzte Person beim Fußball ist eine zu viel".

Michael Born, kaufmännischer Geschäftsführer des Vereins, kündigte für die kommenden Tage eine intensive Aufarbeitung gemeinsam mit allen beteiligten Sicherheitsträgern an. "Daraus werden wir entsprechende Konsequenzen und Maßnahmen für die Zukunft ableiten, die nachhaltige Wirksamkeit entfalten, aber gleichzeitig nicht zu einer weiteren Eskalation beitragen sollen", betonte Born. Der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, sagte der Tageszeitung "Die Welt": "Dieser militärische Anstrich ist eine neue Komponente, die wir in unsere Überlegungen einzubeziehen haben". "Die Vorkommnisse in Karlsruhe waren auf unserem Weg zweifelsohne ein Rückschlag", sagte Dynamos Hauptgeschäftsführer Born. Die SGD ist stark und ruhmreich.

Auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) meldete sich zu Wort: "Wir mussten bei einem Fußballspiel wieder Dinge sehen, die wir wirklich nicht sehen wollen", sagte er mit Blick auf die Ausschreitungen.

Der Traditionsverein von der Elbe verurteilte zwar die Vorkommnisse - wie fast immer. Das können wir nicht einfach ignorieren.

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