FußballDe Maizière verurteilt Krawalle von Dresden-Fans

Dresdens Akaki Gogia jubelt mit Mannschaftskollegen über sein Elfmetertor zum 1:2

Es ging allerdings nicht um die Leistung seines Karlsruher SC am Sonntag beim 3:4 im Zweitligaspiel gegen Dynamo Dresden, sondern um den Auftritt der Gästefans.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Zweitligist Dynamo Dresden haben die gewaltsamen Zwischenfälle beim Spiel beim Karlsruher SC verurteilt. Begriffe wie "Krieg" hätten mit sportlichem Wettbewerb nichts zu tun. Darüber hinaus hofft de Maizière "auf eine schnelle und harte Reaktion der Justiz, damit alle wissen, was ihnen droht, wenn man sich so verhält".

Gestern war es vor und während der Begegnung in Karlsruhe zu schweren Krawallen gekommen. Am Ende des Tages gab es nach Angaben der Polizei 15 verletzte Polizeibeamte und 21 verletzte Ordner zu beklagen. Unter anderem zeigten Dresdner Fans im Auswärtsblock auch ein Plakat mit der Aufschrift "Krieg dem DFB" sowie ein weiteres mit einem durchgestrichenen Logo des Verbandes.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ermittelt wegen der Ausschreitungen der Fans von Dynamo Dresden. Einige von ihnen sorgten auch dafür, dass die Eingangstore zum Stadion überrannt und später die Imbissstände im Gästebereich "regelrecht geplündert und dabei das Personal massiv angegangen" wurde, hieß es. "Dieser militärische Anstrich ist eine neue Komponente, die wir in unsere Überlegungen einzubeziehen haben", sagte Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts der Tageszeitung "Die Welt". Sportgeschäftsführer Minge sagte, man distanziere sich von jeder Form der Gewalt und verurteile auch die Spruchbänder, die dazu aufriefen.

Der Großteil der Dynamo-Fans war mit Militär-Hüten und Shirts mit dem Aufdruck "Football Army Dynamo Dresden" im Wildparkstadtion erschienen. Die verletzten Polizeibeamten, Ordner, Mitarbeiter und Fans bitten wir im Namen des Vereins um Entschuldigung. "Allen Betroffenen wünschen wir gute Besserung", sagte Minge. Der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born kündigte Konsequenzen und Maßnahmen für die Zukunft an, die "nachhaltige Wirksamkeit entfalten, aber gleichzeitig nicht zu einer weiteren Eskalation beitragen sollen".

Die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses gegen Dynamo werde man unterstützen. "Die Ermittlung von Tätern und wirksame Prävention werden auch künftig im Zentrum unserer Bemühungen stehen". "Wir mussten bei einem Fußballspiel wieder Dinge sehen, die wir wirklich nicht sehen wollen", sagte Strobl mit Blick auf die Ausschreitungen am Rande des Spiels am Sonntag in Karlsruhe. "Dann werden wir mit Sicherheit unsere Konsequenzen daraus ziehen", so Born.

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