Jamaika in Schleswig-Holstein?

Ein strahlender Wahlsieger Armin Laschet bei einem früheren Termin

FDP-Spitzenmann Wolfgang Kubicki bevorzugt ein Jamaika-Bündnis, legte sich aber nicht eindeutig fest. Auch in Kiel hatte Albig eine Koalition mit den Linken nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Ein Zweierbündnis von CDU und FDP oder CDU und Grünen hätte rechnerisch keine Mehrheit im Landtag.

Insa-Chef Hermann Binkert erklärte, die Stärke der Union und die Schwäche der SPD schaffe Alternativen zur Großen Koalition.

FDP und Grüne holen sich im Wahlkampf-Endspurt Unterstützung von ihren prominentesten Köpfen aus Kiel. Es gebe einige unterschiedliche Ansichten zu Sachfragen, "aber es gibt keine unüberwindlichen Hindernisse bei uns", sagte Kubicki. Habeck betonte zugleich, die Grünen seien bereit, Verantwortung zu übernehmen. "Darin müssen sich FDP und Grüne wiederfinden können logischerweise, aber wir als CDU auch". Weitere Links zum Thema Im erweiterten CDU-Landesvorstand wurde Günther mit Ovationen und rhythmischem Klatschen begrüßt.

Es sei "nicht mehr so sehr um politische, um Gerechtigkeitsthemen" gegangen, "sondern eher um Dinge wie das Privatleben des Ministerpräsidenten", sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley im NDR. Auch deutschlandweit könne so ein Bündnis ausstrahlen.

Der noch amtierende Regierungschef selbst sagte auf die Frage, ob die Öffentlichkeit mit seinem Rücktritt rechnen müsse: "Nee, müssen Sie nicht".

Nach ersten Hochrechnungen kommt die CDU auf 33 Prozent und bleibt damit stärkste Kraft in Schleswig-Holstein.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Albig und CDU-Spitzenkandidat Günther nach der Wahl. Das Ergebnis ist bekannt: Die CDU konnte bei den Wahlen deutlich zulegen, die SPD verlor einen Teil ihrer Wählerschaft an die Konservativen. Die Grünen erringen 10 Mandate, die FDP 9, die AfD 5 und der SSW 3. Nach dem Wahlsieg der Christdemokraten in Schleswig-Holstein befand er: Eine große Koalition in dem norddeutschen Bundesland wäre "das falscheste Signal". Das krachende Scheitern einer großen Koalition im Jahr 2009 nach ewigen Konflikten ist vielen im Land noch in böser Erinnerung. Wahlsieger Günther schließt ein solche Variante im Norden so gut wie aus. "Die große Koalition will kein Mensch", bringt Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold die Stimmung auf den Punkt. Im BR sagte Stegner, dass aus dem schlechten SPD-Wahlergebnis nicht automatisch folge, "dass die CDU jetzt die Regierung führt, sondern am Ende muss die Regierung eine Mehrheit bekommen im Parlament. Das geht nur, wenn die CDU die Landesregierung anführt", sagte Günther am Montag vor Beginn einer Präsidiumssitzung der Bundes-CDU mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin. "Jamaika" bezieht sich auf die Nationalfarben der Karibikinsel: Schwarz (CDU), Gelb (FDP) und Grün. CDU und FDP wollen gemeinsam mit den Grünen eine Landesregierung bilden. "Wir stehen als Grüne bereit, wieder Regierungsverantwortung zu übernehmen", sagte die Landesfinanzministerin am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Den Grünen im Norden ist klar, dass angesichts der SPD-Verluste eine Ampel schwerer zu begründen wäre als Jamaika.

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