Merkel hält Millionen-E-Auto-Ziel für unrealistisch

Das aktuelle Ziel bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen könne wohl nicht erreicht werden sagt die Bundeskanzlerin. Quelle dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich von dem Regierungsziel von einer Million Elektro-Autos bis 2020 verabschiedet. Denn in Deutschland sind bisher weniger als 100.000 Autos mit elektrischem Antrieben zugelassen worden - nicht einmal zehn Prozent des selbstgesetzten Ziels. "So, wie es im Moment aussieht, werden wir dieses Ziel nicht erreichen", sagte die CDU- und Regierungschefin während eines Fraktionskongress' in Berlin, berichtet der MDR. Dabei hatte Merkel im Mai 2011 so optimistisch in die kraftstoffreie Zukunft geblickt. Daher müsse sich Deutschland weiter auf die E-Mobilität vorbereiten.

Die Bundesregierung hatte sich das Ziel gesetzt, über Kaufanreize bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen. "Ich rate zu ein bisschen mehr Realismus".

Der Verkauf von Elektroautos kommt trotz einer Kaufprämie nur schleppend voran. Auf dem Kongress verglich sie die Technologie des Elektromotors mit der eines Smartphones. Merkel habe das Thema Elektromobilität nicht "zur Chefsache gemacht", darum hinke Deutschland hinterher. Deren Durchbruch sei plötzlich gekommen, genauso könne es ja vielleicht mit den Elektroautos laufen. Sie werfen der Kanzlerin und ihrer Regierung eine "klima- und industriepolitische Bankrotterklärung" vor - so drückte es der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer aus.

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