Milliardenverlust bei Vodafone - Kabelsparte stärkt deutsche Tochter

Konzernzentrale von Vodafone Deutschland in Düsseldorf

Indien ist einer der größten Telekom-Märkte der Welt.

Konzernzentrale von Vodafone Deutschland in Düsseldorf. Der holt zum Gegenschlag aus - muss aber einen Wirkungstreffer einstecken. Vor allem der britische und indische Markt machten Probleme.

Der Gesamtumsatz des Konzerns sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als vier Prozent auf 47,6 Milliarden Euro. Das ist bereits der zweite Milliarden-Fehlbetrag in Folge. Vor zwölf Monaten hatte der Konzern ein Minus von 5,1 Milliarden Euro gemeldet.

Grund ist, dass die Briten den Wert ihrer indischen Tochter um fünf Milliarden Euro mindern mussten.

Das vom reichsten Mann des Landes, Mukesh Ambani, kontrollierte Unternehmen versucht mit Sparangeboten, Marktanteile von den alteingesessenen Unternehmen zu erobern.

Vodafone als zweitgrößter Mobilfunker in Indien kam unter Druck. Als Reaktion fusionierte Vodafone im März 2017 die Tochter Vodafone India mit dem Konkurrenten India Cellular. Am neuen Unternehmen hält Vodafone nur 45,1 Prozent. Der im März angekündigte Deal wäre 23 Milliarden Dollar schwer. 2016/2017 verzeichnete das Geschäft ein Plus von über 8 Prozent und trug damit wesentlich zum Anstieg des Umsatzes um knapp 2 Prozent auf rund 10 Milliarden Euro bei. "Der Markt wird spannend bleiben, davon kann man ausgehen", sagte er. Das würde sich bei Vodafone im Umsatz mit rund zwei Prozentpunkten bemerkbar machen, hieß es. Damit liegt die Gesamtdividende je Aktie bei 14,77 Cent.

In Deutschland verdiente Vodafone dank eines Tritts auf die Kostenbremse und neuer Kunden mehr Geld. Das operative Ergebnis stieg um 4,5 Prozent auf gut 3,6 Milliarden Euro.

Schließlich aber drückt auch der Brexit auf die Bilanz.

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