Ärger um Massen-Krankmeldungen bei Tuifly belastet Tui

Beim Umbau zum Hotel und Kreuzfahrtkonzern sieht sich Tui auf Kurs

Die Zahl der Gäste liege vier Prozent höher als im Vorjahr.

Die vorbereitenden Gespräche mit der EU-Kommission seien fast abgeschlossen, danach werde die Genehmigung beantragt, erklärte Joussen. Im Juni soll das neue "Mein Schiff 6" auslaufen, 2018 und 2019 sollen zwei weitere neue Ozeanriesen der "Mein-Schiff"-Flotte bei Tui Cruises in Dienst gestellt werden". Im Winterhalbjahr bremsten allerdings der späte Ostertermin und der Ärger um Tuifly das operative Geschäft: Der um Sonderposten bereinigte operative Verlust fiel mit 214 Millionen Euro um vier Prozent höher als ein Jahr zuvor aus. Der Tuifly-Niki-Deal ist Teil der Rettungspläne für die hochverschuldete Air Berlin. Unter dem Strich weist das Unternehmen einen Halbjahresverlust von 308,6 Millionen Euro aus nach 394,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Beim Umsatz konnte der Reisekonzern jedoch um 3,3 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zulegen. Beim Umsatz liege das Plus sogar bei acht Prozent.

Als Wachstumsmotor gelten die eigenen Hotel- und Kreuzfahrtmarken.

Im Winter kam Tui zugute, dass sich hohe Abschreibungen auf die Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd nicht wiederholten, wie ein Konzernsprecher sagte. Die starke Nachfrage nach Griechenland, Spanien, den Kapverden, Zypern und den Fernreisezielen wie der Karibik gleiche die niedrigeren Buchungen für die Türkei und Ägypten aus.

Tui-Chef Joussen verlagert den Schwerpunkt des Konzerns weg vom umkämpften Veranstalter- und Fluggeschäft hin zu lukrativeren Hotel- und Kreuzfahrtangeboten: Tui Cruises, Thomson Cruises und Hapag-Lloyd-Cruises steigerten das bereinigte operative Ergebnis um mehr als 50 Prozent auf 75 Millionen Euro. Auch die Flotten der Hapag-Lloyd-Cruises sowie von Thomson Cruises sollten erweitert und modernisiert werden. Ihre Gewinne fahren sie im Sommer ein. Einer der Hauptgründe war, dass das umsatzstarke Osterreisegeschäft dieses Jahr in den April fiel und der Effekt sich nicht in den Halbjahreszahlen niederschlägt. Für das gesamte laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern weiterhin einen Anstieg um mindestens 10 Prozent beim bereinigten EBITA. Joussen klammert bei seiner Prognose allerdings Schwankungen der Währungskurse aus.

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