Streit um Fisch-Symbol Nach Kreuz-Verbot: Lehrerin trägt erneut christliches

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Berlin. Eine Berliner Lehrerin, die auf Betreiben der Schulleitung eine Halskette mit einem Kreuz ablegen musste, soll nun im Unterricht ein anderes christliches Symbol getragen haben.

Berlin (kath.net) Die evangelische Lehrerin an einer staatlichen Schule in Berlin-Wedding hatte eine Dienstanweisung erhalten, kein Kreuz an ihrer Halskette zu tragen. Der Fisch ist ebenfalls ein christliches Symbol, weil jeder Buchstabe des griechischen Wortes für Fisch (Ichthys) zugleich der Anfangsbuchstabe jener fünf Worte sind, die ein Glaubensbekenntnis ergeben.

"Wenn es ein religiöses Symbol ist, muss es abgenommen werden", heißt es dazu in der Schulaufsicht.

Schulaufsichtsbeamte haben sich des Falls erneut angenommen. Mit der Weddinger Lehrerin steht erstmals eine Pädagogin wegen des Tragens von christlichen Symbolen gewissermaßen am Pranger. Auch darüber sollten Berlins Neutralitäts-Rigoristen mal nachdenken. Lieber zahlt sie einer Muslima, ohne in Revision zu gehen, Entschädigung dafür, ihr das Kopftuch verwehrt zu haben. Der Fall war zuvor in der Öffentlichkeit breit diskutiert worden, kath.net hat berichtet. Das Kreuz sei auffällig groß gewesen. Außerdem ist ungeklärt, ab welcher Größe ein Kettenanhänger noch als erlaubtes Schmuckstück durchgeht oder als unerlaubtes religiöses Symbol verbannt werden darf.

Experten halten das Berliner Neutralitätsgesetz für verfassungswidrig, da es dem Grundrecht auf Religionsfreiheit widerspreche.

Das Neutralitätsgesetz war jüngst auch deshalb in den Fokus gerückt, weil das Landesarbeitsgericht Anfang Februar einer muslimischen Lehrerin mit Kopftuch eine Entschädigung von 8680 Euro zugesprochen hatte. Die Auslegung des Gesetzes ist Sache der Schulen. "Dann hätten wir Rechtssicherheit, doch das wurde abgewürgt", sagte Siebernik.

Mit einem Neutralitätsgesetz verbietet die Berliner Schulverwaltung Lehrkräften, religiöse Symbole sichtbar zu tragen.

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